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GDV: Blitzschäden werden teurer

22.07.2014 – Versicherer zahlen 280 Mio. Euro für Blitz- und Überspannungsschäden. Für 340.000 Schadenfälle mussten die deutschen Hausrat- und Lebensversicherer im vergangenen Jahr diese Summe aufbringen. Die Blitz-Bilanz des GDV zeigt: Die Schäden sind um 20 Prozent zurückgegangen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Blitz- und Überspannungsschäden laut Pressemitteilung um 80.000 Schäden (minus 20 Prozent) gesunken. Demgegenüber sind die gezahlten Leistungen der Hausrat- und Wohngebäudeversicherer nur um zehn Prozent zurückgegangen. Der einzelne Schaden ist also im Durchschnitt größer geworden. Ein Grund hierfür: Heutzutage stehen immer mehr und vor allem hochwertigere elektronische Geräte in deutschen Haushalten. Mit rund 800 Euro war ein Einzelschaden im Schnitt im letzten Jahr so teuer wie noch nie. Das spiegelt sich auch in der Betrachtung der letzten Jahre wider: Seit 2006 sind die durchschnittlichen Versicherungsleistungen für einen Blitz- und Überspannungsschaden um ungefähr ein Viertel gestiegen.

Blitz-Bilanz

(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Die Entwicklung der Blitzschäden in der Betrachtung seit 2006 (Quelle: GDV)

Dabei ist die Anzahl derjenigen Schäden, die durch direkte Blitzschläge entstehen, vergleichsweise gering. Schadentreiber sind die indirekten Überspannungsschäden, wenn der Blitz in der unmittelbaren Umgebung der Wohnung einschlägt. Diese Überspannungsschäden machten 2013 mit rund 80 Prozent den größten Anteil aus. Im letzten Jahr verzeichnete der Blitzinformationsdienst von Siemens 542.376 Blitze. In Sachsen und Brandenburg hat es 2013 besonders häufig geblitzt. Bei möglichen Betrugsfällen konsultieren Versicherer den Blitzdienst, der seinen Sitz in Karlsruhe hat. (vwh)

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