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Garantiezins: Laut Gesetz eine Obergrenze

08.09.2015 – SchneemeierAuch Entwicklungen auf den Nachbarmärkten hält die Deutsche Aktuarvereinigung im Blick, wenn es um die Empfehlungen für den Höchstrechnungszins geht – DAV-Chef Chef Wilhelm Schneemeier zu Spekulationen um eine mögliche Senkung in Österreich durch die Finanzmarktaufsicht und Auswirkungen auf den Deutschen Markt:

Vor dem Hintergrund des Inkrafttretens von Solvency II haben wir trotz weiter gesunkener Zinsen für europäische Staatsanleihen Anfang 2015 empfohlen, den Höchstrechnungszins in der Lebensversicherung für das Jahr 2016 bei 1,25 Prozent zu belassen. Wichtig war bei dieser Entscheidung jedoch, dass der Höchstrechnungszins laut Gesetz eine Obergrenze darstellt und jedes Unternehmen diese nur ausreizen darf, wenn es entsprechend den Vorgaben von Solvency II über ausreichende Eigenmittel verfügt.

Turnusgemäß werden wir Anfang 2016 unsere Zinsempfehlung für den ab 1. Januar 2017 gültigen Höchstrechnungszins abgeben. Dafür nutzen wir das bewährte Berechnungsverfahren, das die Marktentwicklung der vergangenen zehn Jahre untersucht. Darüber hinaus betrachten wir für die Gesamtbewertung aber auch die Entwicklungen auf den Nachbarmärkten. Wie in jedem Jahr obliegt die abschließende Entscheidung über den Höchstrechnungszins dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) durch eine Änderung der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV).

Bild: Wilhelm Schneemeier, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Aktuarvereinigung. (Quelle: DAV)

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