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Gabriel will Masterplan für Infrastruktur

18.02.2015 – sigmar-gabriel-150Das jüngste Verkehrschaos rund um Mainz und Wiesbaden durch die Sperrung der maroden Schiersteiner Brücke über den Rhein scheint für einen neuen Schwung bei öffentlich-privaten Partnerschaften zu sorgen. Allein 80 Mrd. Euro beträgt laut einem Bericht der Zeitung Die Welt die Investitionslücke in Deutschland. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel plant demnach nicht nur die chronische Unterfinanzierung der öffentlichen Infrastruktur zu beheben. Auch die Versicherer sollen in Zeiten der Niedrigzinsen neue Anlagemöglichkeiten erhalten.

So komme der SPD-Chef nicht mehr an den Versicherern und Pensionsfonds vorbei: Laut Bericht verwalten die deutschen Versicherer allein 1,4 Billionen Euro Beitragsgelder – davon 599 Mrd. Euro bei der Allianz. Doch die Investitionssumme in beträgt lediglich fünf Mrd. Euro in Infrastrukturprojekte in Belgien und England.

“Das würden wir natürlich auch gerne in Deutschland tun”, wird Allianz-Vorstand Helga Jung beim zweiten Treffen der von Gabriel ins Leben gerufenen Expertenkommission zitiert. Allerdings gebe es “viel zu wenige Projekte, die sich für Versicherer eignen”, kritisierte Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des GDV.

So werben die Versicherer nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dafür, dass sich der Staat mehr für öffentlich-private Mischfinanzierungen öffnen solle. Zudem wollen die Versicherer danach geringere Pflichten für die Kapitalunterlegung bei Investitionen in die öffentliche Infrastruktur durchsetzen. (vwh/td)

Bildquelle: BMWi

Link: Hand in Hand: Retten Bürger und Versicherer die Infrastruktur? (Tagesreport vom 16.02.2015)

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