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Krise in China dominiert das Treffen der G20

04.09.2015 – g20_istanbul_150Wenn die Finanzminister und Notenbankchefs der zwanzig wichtigsten Industrienationen in der türkischen Hauptstadt Ankara zum G20-Gipfel zusammenkommen, steht der Börsenkrach in China ganz oben auf der Tagesordnung. Denn die Marktturbulenzen im Reich der Mitte haben Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. Daneben stehen allerdings auch die Turbulenzen in Brasilien und dem Gastgeberland selbst auf dem Programm.

“Es wird in Ankara sicher darum gehen: Wie geht es weiter mit China und der Weltwirtschaft?”, wird ein G20-Vertreter im Handelsblatt zitiert. Dabei sorgte IWF-Chefin Christine Lagarde im Vorfeld bereits für die entsprechende Diskussionsgrundlage. So könnten das langsamere Wirtschaftswachstum und die zunehmenden Schwankungen auf den Finanzmärkten zu wachsenden Risiken für die Weltwirtschaft und insbesondere die Schwellenländer führen.

Dennoch bleibt die chinesische Politik für viele G20-Mitglieder noch eine große Unbekannte. “Machen die eine Liberalisierungspause oder steuern sie bleibend einen anderen Kurs an?”, lautet die Frage. Angesichts der chinesischen Dominanz scheinen die übrigen Themen wie die US-Zinspolitik oder die kriselnden Schwellenländer wie Brasilien oder Indien eher in den Hintergrund zu rücken.

Selbst die Türkei – einst hochgehandelter Beitrittskandidat der Europäischen Union – durchlebt aktuell politisch und wirtschaftlich unruhige Zeiten. Dabei wirken die aktuellen Turbulenzen auf der politischen Bühne nach der gescheiterten Regierungsbildung auch nicht gerade vertrauensbildend. Hinzu kommt, dass die Türkei zunehmend auch in den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien hineingezogen wird, der faktisch auch zum Stopp des Aussöhnungsprozesses mit den Kurden geführt hat – mit Auswirkungen auf den heimischen Versicherungsmarkt (siehe DOSSIER). (vwh/td)

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