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Freie Ärzte fordern Stopp der E-Gesundheitskarte

22.10.2015 – Gesundheitskarte_Tim Reckmann_pixelioDie freien Ärzte fordern einen Stopp der elektronischen Gesundheitskarte. Demnach sei es unverantwortlich, die Beiträge der gesetzlich Krankenversicherten zu verschwenden und das Pleiteprojekt nun auch noch mit steigenden Kassenbeiträgen zu finanzieren, so die Freie Ärzteschaft e. V. (FÄ). Hintergrund seien neue Hiobsnachrichten über Sicherheitsprobleme und Mehrkosten.

“Die Versicherten bezahlen für eine Karte, die teuer und nutzlos ist sowie den Datenschutz quasi abschafft”, sagt FÄ-Vorsitzender Wieland Dietrich. Hinzu komme, dass die Krankenkassenbeiträge im kommenden Jahr um durchschnittlich 0,3 Prozent stiegen. “Gesundheitsökonomen rechnen mit weiteren Beitragssteigerungen 2017″, ergänzt Dietrich.

Zudem müsste 2016 ein Großteil der eGK-Lesegeräte in Arztpraxen und Ambulanzen ausgetauscht werden, da diese nicht mehr den Sicherheitsanforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entsprechen, so die FÄ weiter. “Das kostet mindestens 100 Mio. Euro”, so der FÄ-Vorsitzende.

“Außerdem müssen bis 2017 alle elektronischen Gesundheitskarten ausgetauscht werden”, ergänzt Dietrich. Die weiteren Kosten beziffert er auf mehr als 300 Mio. Euro. Hinzu komme die neue Telematik-Infrastruktur. Dies koste nochmals 100 Mio. Euro mehr, kritisiert der Verbandschef. (vwh/td)

Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de

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