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Frauenquote für Aufsichtsräte beschlossen

19.11.2013 – Im Zuge der Koalitionsverhandlungen haben sich Union und SPD auf eine gesetzlich festgelegte Frauenquote für Aufsichtsräte geeinigt. Ab 2016 sollen in den Aufsichtsräten mitbestimmungspflichtiger und börsennotierter Unternehmen Frauen einen 30-prozentigen Anteil ausmachen.

Beim Anteil der Frauen in Aufsichtsräten haben viele Versicherer noch Luft nach oben. Einer jährlichen Erhebung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge waren 2012 in den 61 größten deutschen Versicherungsunternehmen 15,3 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten vertreten. Einzig bei der Provinzial Rheinland Holding steht mit Beate Läsch-Weber eine Frau an der Spitze des Verwaltungsrats. 11 der untersuchten Versicherer hatten 2012 überhaupt keine Frau im Aufsichtsrat.

Sieben Versicherer wiesen bereits 2012 einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent auf, darunter Allianz Group, Talanx-Konzern, SV Sparkassenversicherung und DBV.

Für Führungskräfte unterhalb des Vorstands wollen Union und SPD eine flexible Quote festschreiben. Eine feste Quote halten laut dem aktuellen HR-Report 2013/2014 des Personaldienstleisters Hays auch nur 17 Prozent der deutschsprachigen Unternehmen für wichtig. 71 Prozent der 550 befragten Führungskräfte finden Programme zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Kinderbetreuungsmöglichkeiten (50 Prozent) weit wichtiger, um den Frauenanteil in Führungspositionen auszubauen.

Für die 75 Unternehmen bzw. Unternehmensgruppen, die an der Umfrage „Frauen in Führung“ (2013) des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen in Deutschland teilgenommen haben, ergab sich ein Anteil von 6,3 Prozent Frauen in den Vorstandsetagen. (vwh)

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