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Frankreichs Kabinett beschließt Rentenverschärfung

20.09.2013 – Der französische Ministerrat hat Pläne für eine neue Rentenreform verabschiedet. Diese beinhalten unter anderem eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit und Beitragserhöhungen. Die Mindestarbeitszeit für den Erhalt der vollen Rente soll von aktuell 41,5 auf 43 Jahre in 2035 steigen. Die Beiträge werden bis 2017 um 0,6 Prozentpunkte erhöht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen die Lasten jeweils zur Hälfte. 

Die Regierung begründete die Reform als unverzichtbar. Das Defizit der Rentenkassen würde ohne politisches Handeln bis 2020 auf 20,7 Mrd. Euro anwachsen. Vom 7. Oktober an soll der Gesetzestext im Parlament diskutiert werden. Die Arbeitnehmervertreter haben Proteste angekündigt. Sie fürchten, dass die Verlängerung der Lebensarbeitszeit den Berufseinstieg für junge Menschen weiter erschwert. Der Direktor der Europäischen Zentralbank,  Jörg  Asmussen,  kritisierte das Projekt kürzlich als zu vorsichtig. Die geplante Rentenreform geht seiner Meinung nach „nicht weit genug”.

Mit 62 Jahren liegt Frankreich weit unter dem durchschnittlichen Renteneintrittsalter in der EU. Seit längerer Zeit drängt die EU-Kommission den französischen Präsidenten Francois Hollande und seine Regierung zu einer umfangreichen Reform des Rentensystems.

Link: Frankreich beschließt Rentenverschärfung

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