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Flut-Urteil: Eine Überschwemmung setzt die Überflutung von Grund und Boden voraus

24.09.2013 – versREine bedingungsgemäße Überschwemmung ist nicht anzunehmen, wenn nur in den Keller des versicherten Gebäudes Wasser eingedrungen ist. Vielmehr muss sich das schadenstiftende Wasser infolge der Ausuferung von oberirdischen Gewässern oder von Witterungsniederschlägen auch außerhalb des Gebäudes, nämlich auf dem umgebenden “Grund und Boden”, auf welchem das Gebäude liegt, angesammelt haben.

Am 22.01.2011 drang in das Kellergeschoß des versicherten Gebäudes bis zu einer Höhe von zehn cm Grundwasser ein. Unstreitig war auf das das Mehrfamilienhaus umgebende Grundstück kein Wasser eingedrungen. Ob in der Umgebung des Grundstücks des Klägers befindliche Wiesen und Ackerflächen überflutet waren, war streitig.

Nach dem Verständnis eines durchschnittlichen Versicherungsnehmers setzt eine “Überflutung von Grund und Boden” voraus, dass sich erhebliche Wassermengen auf der Oberfläche des Geländes, auf dem das versicherte Gebäude liegt, ansammeln. Die Klausel unterscheidet insoweit die unbebaute Geländeoberfläche des Grundstücks von dem versicherten Gebäude selbst. Eine bedingungsgemäße Überschwemmung ist deshalb nicht anzunehmen, wenn – wie hier – nur in den Keller des Gebäudes (auch Grund-) Wasser eingedrungen ist. Mehr in der aktuellen Ausgabe der VersR Nr. 27.

OLG Köln, Urteil vom 09.04.2013 (9 U 198/12)

Foto: Cover der aktuellen Ausgabe VersR Nr. 27

Link: VersR – die aktuelle Ausgabe mit zahlreichen Fallbeispielen für den Versicherungsprofi

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