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Fluglotsen müssen für Streikfolgen zahlen

27.07.2016 – Lufthansa_Juergen_MaiDie Fluglotsengewerkschaft GdF ist wegen Verstoßes gegen die Friedenspflicht zu einer Schadensersatzzahlung in Millionenhöhe verurteilt worden. So entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt am Dienstag, dass die Vorfeldlotsen im Arbeitskampf 2012 mit einzelnen Forderungen gegen die Friedenspflicht verstoßen haben. Damit sei der gesamte Arbeitskampf rechtswidrig gewesen.

In dem Rechtsstreit machten die Lufthansa, Air Berlin und der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport Schadenersatzzahlungen in Höhe von mehr als neun Mio. Euro geltend. Zudem ging es auch um die Frage, “ob und wann Gewerkschaften für Streikfolgen bei einer Tarifauseinandersetzung haften”, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Während eines Tarifkonflikts im Februar 2012 mit den Vorfeldlotsen am größten deutschen Luftverkehrskreuz sollen laut Bericht streikbedingt insgesamt 1.668 Flüge ausgefallen sein. Im Gegensatz zu den beiden hessischen Vorinstanzen gaben die Bundesarbeitsrichter nun der Klage der Fraport Recht. Sie machte Schadensersatzforderungen in Höhe von 5,2 Mio. Euro geltend. Die genaue Höhe muss jedoch vom Hessischen Arbeitsgericht festgelegt werden.

Die beiden Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin gingen laut FAZ hingegen leer aus. Deren Schadenersatzforderungen in Höhe von knapp 3,9 Mio. Euro bei der Lufthansa und 131.000 Euro bei Air Berlin hatte keinen Erfolg. (vwh/td)

Bildquelle: Jürgen Mai / Lufthansa

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