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Finanzministerium klärt bAV-Übertragung

15.07.2015 – In einem jetzt veröffentlichten Schreiben klärt das Bundesfinanzminsterium die steuerliche Behandlung bei der Übertragung von Versorgungsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds. Demnach sind nur die wirklich erdienten Versorgungsansprüche als Betriebsausgaben steuerlich abzugsfähig. “Es ist nicht erfreulich, wie wenig die Finanzverwaltung von ihrer Auffassung aus dem Entwurf abgerückt ist”, kritisiert Thomas Hagemann, Chefaktuar bei der Mercer.

Was bei der Übertragung von Versorgungspflichten als erdient gilt, dieser Streit ist so alt wie der Pensionsfonds, schreibt Thomas Hagemann auf seiner Facebook-Seite. Pensionsfonds sind als besonders flexibles Instrument der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 2002 eingeführt worden. Immer mehr Firmen übertragen ihre Pensionsverpflichtungen, um ihre eigene Bilanz sauber zu kriegen. Wie das steuerlich zu behandeln ist, war bislang offen.

Nun hat das Bundesfinanzminsterium klargestellt, dass bei einer Übertragung nur der wirklich erdiente Teil abzugsfähig ist. “Soll ein konstanter Altersanspruch durch den Pensionsfondstarif abgedeckt werden, ist durch einen Barwertvergleich auf Basis aktueller steuerlich anerkannter Rechnungsgrundlagen die Gleichwertigkeit der übertragenen Versorgung nachzuweisen”, heißt es in dem BMF-Schreiben.

Zur Güte erkennt das Finanzministerium eine pauschale Erhöhung von jährlich ein Prozent bei der Übertragung an, wenn die bAV-Einrichtung der Anpassungsprüfungspflicht unterliegt. Damit werden Versorgungszusagen an die Inflation angepasst. “Die Ausweitung auf Aktive ist positiv zu bewerten”, kommentiert Hagemann. (ba)

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