Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

EZB: Kommt heute der Negativzins?

21.07.2016 – ezb_Sandro Almir Immanuel_pixelio.deWährend sich die Finanzwelt auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank heute konzentriert, steht der Euro an den Finanzmärkten weiter unter Druck. Am Mittwoch fiel die Gemeinschaftswährung erstmals seit knapp einem Monat kurzfristig unter die Marke von 1,10 US-Dollar.

Grund für die jüngste Euro-Schwäche ist eine breite Stärke des US-Dollars. Nach zuletzt überwiegend robusten Konjunkturdaten sind die Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank wieder gestiegen. Die Entwicklung folgt auf die Zeit kurz nach dem Brexit-Votum, als die Zinserwartungen “regelrecht kollabiert” waren. Neben der soliden US-Konjunktur liege die aktuelle Gegenbewegung auch daran, dass sich die Märkte von dem Brexit-Schock erholt hätten. Der Dax hat die Verluste vom Dienstag gestern wettgemacht und überschritt wieder die 10.000-Punkte-Marke. Gefragt waren vor allem Auto-Werte.

Ob sich die EZB zu einem weiteren Drehen an der Zins-Schraube entschließt, ist nicht auszumachen. Nach der Null-Zins-Entscheidung vom  März besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich die Europa-Banker für einen Negativ-Zins entscheiden. Die Auswirkungen auf den deutschen Sparer könnten dann sogar Strafgebühren für Spar-Konten auf breiter Front zur Folge haben. Das Verhalten der “Kleinen Sparer” könnte zum Run auf Bargeld führen.

Auch ein weiteres Szenario wird bereits in Finanzkreisen diskutiert: Die Notenbank solle “Helikopter-Geld” einsetzen – also im Prinzip gleichmäßig Geld über den Euro-Staaten abwerfen, so den Konsum ankurbeln und die Inflation wieder in die Nähe des Zielwerts von mittelfristig knapp unter zwei Prozent bewegen. (vwh/wo)

Bild: Sandro Almir Immanuel  / pixelio.de

Tags: , ,
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten