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Europäische Assekuranz verliert an Glaubwürdigkeit

12.11.2013 – Koller-MichaelaDie Ankündigung von EU-Binnenmarktskommissar Michel Barnier, dass die Solvency II-Richtlinie zur Kapitalunterlegung der Versicherungsbranche erst zu Beginn des Jahres 2016 greifen soll, löst in der Branche keine Freude aus. Die EU-Kommission hatte ein positiveres Echo erwartet.

Obwohl nunmehr noch zwei weitere Jahre Anpassungszeit für die Versicherer ins Land gehen, geißelt die europäische Assekuranz erneut den Zeitplan vehement. „Die Versicherungsunternehmen werden sehr wenig Zeit haben, die wichtigen Details bei der Umsetzung von Solvency II bis zum 1. Januar 2016 zu bewältigen“, moniert Michaela Koller, Generaldirektorin von Insurance Europe. Der Zeitrahmen sei sowohl für die Unternehmen als auch die Aufsichtsbehörden sehr herausfordernd und führe zu erheblichen Kostensteigerungen für die Industrie in der Vorbereitung des neuen Solvency II-Regimes.

Barnier erklärte, er habe mit dem Ministerrat und dem EU-Parlament Einigkeit erzielt, darüber hinaus keine weitere Verschiebung des Inkrafttretens anstrengen zu wollen. Mit dieser erneuten zeitlichen Streckung ist klar, dass die amtierende EU-Kommission und das EU-Parlament nicht mehr in der aktuellen Legislaturperiode das Gesetzespaket zu Ende bringen. Im Mai 2014 stehen die Neuwahlen zum EU-Parlament an und gleichzeitig die Neubesetzung der EU-Kommission. (taf)

Mehr in der kommenden Ausgabe Versicherungswirtschaft 22/2013 vom 15.11.2013.

Foto: Michaela Koller, Generaldirektorin der Insurance Europe, hält den Start von Solvency II 2016 für ambitioniert. (Quelle: VW)

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