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Euler Hermes prognostiziert Anstieg der weltweiten Risiken

18.02.2015 – Risiko_lichtkunst.73_pixelioDer Kreditversicherer Euler Hermes geht davon aus, dass sich die Weltwirtschaft 2015 durch den sinkenden Ölpreis, den Konflikt mit Russland und durch neue potenzielle Konfliktherde weiter eintrüben könnte. Dennoch prognostizieren die Ökonomen ein globales Wachstum von 2,8 Prozent für 2015 und 3,1 Prozent im kommenden Jahr.

In Deutschland rechnen die Experten in diesem Jahr mit einem moderaten Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,3 Prozent. Dies werde sowohl durch die steigende Binnennachfrage als auch die steigenden Exporte und den daraus resultierenden Handelsüberschuss begründet.

Insgesamt sehe man aber “steigende globale Risiken, sowohl wirtschaftliche als auch vor allem geopolitische”, sagte Thomas Krings, Risikovorstand von Euler Hermes. So verzeichne China mit einem Plus von 7,3 Prozent das geringste Wirtschaftswachstum seit 25 Jahren. Auch die Wirtschaft der Eurozone erhole sich derzeit nur langsam.

Das größte Risiko sehen die Experten von Euler Hermes aber in den aktuellen Konflikten wie in Russland oder dem Nahen Osten. Inbesondere neue potenzielle Krisenherde könnten “die künftige Entwicklung der Weltwirtschaft negativ beeinflussen”, heißt es in der aktuellen Studie “Not such a Grimm tale but no fabled happy ending” des Kreditversicherers.

Ebenfalls im Fokus steht zudem der deutliche Verfall des Ölpreises. “Zum einen gibt es die Profiteure wie die USA, Europa außer Norwegen, China und Japan”, sagte Ludovic Subran, Chefökonom der Euler Hermes Gruppe. Verlierer seien hingegen nicht nur die erdölexportierenden Länder mit finanziellem Polster wie Saudi-Arabien oder Katar.

Vor allem Russland kann sich nach Ansicht der Experten keinen niedrigen Ölpreis leisten. So rechnet der Kreditversicherer allein für 2015 mit einer Rezession von -5,5 Prozent und -4,0 Prozent für 2016. Zudem lasse der Dreijahresplan der russischen Zentralbank “den Rückschluss zu, dass Russland selbst damit rechnet, dass die Sanktionen bis mindestens Ende 2017 Bestand haben”, ergänzte Subran. (vwh/td)

Bildquelle: lichtkunst.73 / pixelio.de

Link: Die vollständige Studie (PDF/engl.)

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