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EU-Staaten vereinbaren eCall-Dienste ab Oktober 2015

28.05.2014 – ecall-boxDie EU-Mitgliedstaaten haben den Weg frei gemacht für die europaweite verpflichtende Einführung des elektronischen Notrufsystems eCall in allen Neufahrzeugen und leichten Transportfahrzeugen ab Oktober 2015. Dies beschlossen die EU-Industrieminister bei ihrem Treffen am Montagabend in Brüssel.

Die europäische Assekuranz zeigt großes Interesse, das auf der automatischen EU-weiten Notrufnummer 112 aufbauende lebensrettende Alarmsystem für versicherungsrelevante Zwecke zu nutzen und in den Ausbau der nationalen Übertragungsnetze sowie Infrastruktur zu investieren. Es obliegt den Mitgliedstaaten, die ab 2015 zu installierende Blackbox für die Aussendung von Unfalldaten wie Ort, Fahrrichtung, Motorenbauart und Insassenzahl mit den lokalen Leitstellen und Empfangsstationen kompatibel zu machen.

Ebenso sind die lokalen, regionalen und nationalen Behörden angehalten, einkommende Signale auch grenzübergreifend zu verbreiten. Damit soll vor allem in Grenzregionen wie den Eu-Regionen eine schnelles Eintreffen am Unfallort und die Bergung von Verletzten gewährleistet werden. Die EU-Kommission verbindet mit der flächendeckenden Einführung in der EU die Rettungszeiten in der Fläche um bis zu 40 Prozent verkürzen zu können und damit jährlich bis zu 2.500 Menschenleben zu retten.

Das schlafende System soll lediglich im Unfallgeschehen Signale senden und bei normaler störungsfreier Fahrt sollen Fahrer und Fahrzeug nicht geortet werden können. Das Alarmsystem, das fahrzeugbedingt  nicht mehr als 100 Euro kosten soll, wird in allen Neufahrzeugen Pflicht. Bereits zugelassene Fahrzeuge müssen nicht obligatorisch nachgerüstet werden. Und auch Besitzer von Oldtimern sowie eingeführten Liebhaberfahrzeugen wie Chevrolets mit Weisswandreifen aus den USA beispielsweise oder englische Cabs auf dem Kontinent, müssen nicht nachgerüstet werden. Das neugewählte EU-Parlament muss dem in zweiter Lesung noch zustimmen, was als reine Formsache gilt. (taf)

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