Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

EU-Reform des Versicherungsvertriebs auf der Zielgeraden

09.02.2015 – Beratung_fotolia_Kim_SchneiderDie europäische Reform des Versicherungsvertriebs im Rahmen der Richtlinie über die Versicherungsvermittlung (IMD2) ist in die letzte Phase eingetreten. Die EU-Institutionen werden ab Ende Februar im Trilog den finalen Kompromiss zur IMD2 aushandeln, berichtet der das Brüsseler Büro des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in ihrer neuesten Ausgabe der AssekuranzAgenda.

Zwar sind sich der Rat der EU und das Europäische Parlament (EP) politisch darüber einig, dass provisions- und honorarbasierte Vergütungssysteme auch in Zukunft Bestand haben müssen, allerdings: Provisionen sollen nur dann zulässig sein, wenn sie für den Verbraucher keinen nachteiligen Einfluss auf die Qualität der erbrachten Dienstleistung haben. Diese auf den ersten Blick selbstverständliche Einschränkung könnte im weiteren Verlauf der notwendigen Konkretisierungen zu einem faktischen Provisionsverbot führen, befürchtet der Verband, denn wenn mittels Guideline die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) die Auflagen faktisch prohibitiv definieren sollten.

Es besteht die Gefahr, dass der Gesetzgeber pauschale POG-Regeln ohne eine notwendige Differenzierung in den einzelnen Produktkategorien einführt. Dies würde zusätzliche Bürokratie schaffen, die letztendlich die Kosten des Versicherungsschutzes für die Kunden erhöht. Insoweit bietet der Vorschlag des EP, die Anwendbarkeit dieser Regeln auf Versicherungsanlageprodukte zu beschränken, einen guten Ansatz, so der GDV zusammenfassend.

Bild: Die Beratung auf Provisions- und Honorarbasis soll reformiert werden. (Quelle: fotolia/Kim Schmitz)

 

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten