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EU-Parlament will eCall in Neufahrzeugen ab 2015

26.02.2014 – ecall-box-150Lebensrettende Notrufsysteme unter der EU einheitlichen Rufnummer 112 sollen ab Oktober 2015 in allen neu zugelassenen Kraftfahrzeugen und leichten Nutzfahrzeugen eingebaut werden. Dies will das EU-Parlament nach einer eingehenden Aussprache an diesem Mittwoch in Straßburg beschließen. Die EU-Mitgliedstaaten werden aufgefordert, bis Herbst kommenden Jahres alle technischen und organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, dass Notrufe von den eCall Notrufabfragestellen vom normalen Pannenhilfeservice getrennt werden.

Gleichzeitig sollen die EU-Mitgliedstaaten in eigener Kompetenz die EU-Bürger für den Dienst sensibilisieren und über die datenschutzrechtlichen Bestimmungen des neuen elektronischen Dienstes im eigenen Pkw informieren. Vor allem solle sichergestellt werden, dass der Schutz von personenbezogene Daten im Zusammenhang mit der Bearbeitung von eCalls in vollem Umfang gewährleistet wird. Dem Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation messen die EU-Parlamentarier einen hohen Stellenwert bei. So solle auch sichergestellt werden, dass im Ruhestadium des Dienstes während der Fahrt, Ortungsdaten des Verkehrsteilnehmers über den eCall Dienst nicht erfasst und weitergeben werden dürfen.

Den EU-Mitgliedstaaten ist es freigestellt, die Verwaltung von eCall-Diensten an private Dienstleister zu übertragen. In Deutschland ist die Gemeinschaft der Versicherer am Aufbau eines deutschlandweiten eCall-Rufsystems maßgeblich beteiligt. Dabei müsse, so das EU-Parlament, dafür Sorge getragen werden, dass die bei einem Notruf über den eCall-Service übermittelten Daten ausschließlich für die Rettung und die Verkehrslenkung verwendet werden. Das europaweite eCall soll für den Nutzer im eigenen Fahrzeug kostenlos bereit gestellt werden. Derzeit sind nur etwa 0,7 Prozent der in der EU zugelassenen Fahrzeuge mit einem derartigen System ausgestattet.

“Die Einführung eines interoperablen EU-weiten eCall-Dienstes in allen Autos der EU kann tausenden Menschen nach Verkersunfällen das Leben retten”, sagt EU-Verkehrskommissar Siim Kallas. Die EU-Kommission verbindet mit der Einführung des eCall Systems die Hoffnung, tausende verunfallte Verkehrsteilnehmer durch ein rasches elektronisches Notrufsystem retten zu können.  In 2012 starben bei 1,2 Millionen Verkehrsunfällen 28.000 Menschen auf Europas Straßen.  (taf)

Link: POLITICS: Weniger Tote auf Deutschen Straßen

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