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EU droht mit Maßnahmen gegen Rente mit 63

25.02.2014 – renteDie Rente mit 63 sorgt für Zwist zwischen der EU und deutschen Politikern. Währungskommissar Olli Rehn fürchtet eine unnötige Belastung der Staatsfinanzen durch die Reformen. „Für das Zurückdrehen der Rentenreform fallen mir keine überzeugenden ökonomischen Argumente ein – vor allem nicht vor dem Hintergrund einer stark alternden Gesellschaft“, sagte Rehn gegenüber der Wirtschaftswoche.

Politiker der SPD und der Linken weisen die Kritik Rehns zurück. Sie sehen darin ein Stück mehr Gerechtigkeit und fordern umgekehrt von der EU, eine Abgabe für Millionäre einzuführen. Jetzt hat die Weltbank einen Bericht zu Rentensystemen in Europa und Mittelasien vorgelegt, an dem unter anderem der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Axel Börsch-Supan mitgewirkt hat. Das Hauptproblem ist die steigende Lebenserwartung. Gleichzeitig wird die Zahl der Erwerbstätigen sinken. Männer sind im Schnitt 18 Jahre lang in Rente, Frauen 23 Jahre.

Durch die Rentenreform von 2002 gehört Deutschland zu den Ländern mit moderater Belastung durch Renten. Das Verhältnis zwischen Rentenwachstum und Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes betrug in den Jahren 2001 bis 2009 negative 20 Prozent, das ist einer der niedrigsten Werte in Europa. Das Verhältnis ist fast in jedem Land negativ. Überall ergreifen die Regierungen Maßnahmen, um ihre Rentensysteme auf die Alterung der Gesellschaft vorzubereiten. Nur in Island, Irland und Portugal sind die Renten gewachsen, zum Teil sogar kräftig. Die EU-Kommission hält ein höheres Renteneintrittsalter für entscheidend, um drohende Staatsbankrotte zu vermeiden. (ba)

Bild: Zankapfel Rente: Wer, wie viel bekommt, entscheiden noch die Staaten selbst. (Quelle: vwh)

Link: IM BLICK

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