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England-Hochwasser kostet Versicherer 500 Mio. Pfund

28.02.2014 – hochwasserEs ist die höchste Niederschlagsmenge seit 1766, die im Januar dieses Jahres auf das Vereinigte Königreich (UK) niederprasselte. Zwischen dem 1. Dezember und dem 19. Februar 2014 fielen 486,8 Millimeter Regen. Welche Schäden das angerichtet hat, hat nun der Risikomodellierer AIR bekannt gegeben.

Die Kosten des Hochwassers werden auf 600 Mio. Pfund (rund 1 Mrd. US-Dollar) geschätzt, versichert seien davon 500 Mio. Pfund (rund 830.000 US-Dollar). Die Angaben beruhen auf einer Schätzung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers. An Aufräumungskosten könnten noch einmal eine Mrd. Pfund (1,7 Mrd. US-Dollar) hinzukommen. Der Regen sei zwar mehr gewesen als im Juli 2007, aber die zerstörten Häuser und der geschätzte Gesamtschaden ist niedriger. Damals schätzte der Versichererband ABI allein die versicherten Schäden auf drei Mrd. Pfund (5 Mrd. US-Dollar).

Gemäß des britischen Umweltamtes sind seit Dezember mehr als 5.800 Häuser und Betriebe überschwemmt worden. Die durchschnittliche Höhe der Reparaturkosten schätzen die Versicherer auf 30.000 bis 40.000 Pfund (50.000-67.000 US-Dollar). 24 Mio. Pfund (40 Mio. US-Dollar) mussten für Hotels und andere Unterbringungen aufgebracht werden, da Tausende Haushalte evakuiert wurden. Die durchschnittlichen Kosten werden auf 16.5000 Pfund (27.500 US-Dollar) pro Haushalt geschätzt.

Der meiste Regen fiel in Wales, Ostschottland, und im Süden Englands. Es wurden Rekordwerte von mehr als 225 Prozent der durchschnittlichen Werte zwischen 1981-2010 gemessen. Noch am 26. Februar gab es zwei schwere Hochwasserwarnungen, 15 Warnungen sowie 91 weniger schwere Warnungen für England und Wales sowie sechs Hochwasserwarnungen für Schottland (Stand 26.02.2014). (vwh)

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