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Eiopa nimmt rumänischen Markt unter die Lupe

03.09.2014 – Auf Drängen des Internationalen Währungsfonds IMF und der Europäischen Kommission wird Eiopa den rumänischen Versicherungsmarkt beobachten. Dadurch soll ein Netzwerk an Korruption durchbrochen werden, das bis in die Aufsicht reicht.

Unabhängige Sachverständige sollen bis Juni nächsten Jahres die Reserven der rumänischen Versicherer untersuchen und die Unternehmen darauf testen, ob sie Solvency-II-fähig sind. Darauf haben sich die Europäische Kommission, Eiopa und die rumänische Aufsichtsbehörde ASF geeinigt. Die Maßnahme soll das Dumping von Versicherungsprämien auf dem rumänischen Markt unterbinden, das sowohl in der Autoversicherung als auch in der Haushaltsversicherung üblich ist.

Rumänische Versicherer haben, teils mit Rückendeckung der rumänischen Aufsichtsbehörde ASF und teils auch mit betrügerischen Maßnahmen versucht, die Schadenzahlungen zu minimieren. Derzeit befindet sich ein Versicherer unter Zwangsverwaltung. Das Dumping hat auch die Rumänien-Töchter westeuropäischer Versicherer in Mitleidenschaft gezogen. Unter anderem sind die VIG, die Uniqa und die Allianz dort tätig. Im ersten Halbjahr haben sich die Zahlen der VIG in Rumänien wieder leicht erholt.

80 Prozent des rumänischen Marktes wird nun von unabhängigen Wirtschaftsprüfern getestet. Für die Durchführung soll ein Steuerungskomitee gebildet werden. Im März hatte der IMF Rumänien einen Kredit über knapp 2 Mrd. Euro mit zweijähriger Laufzeit gewährt. Der IMF (PDF) sieht Handlungsbedarf im Versicherungssektor, auch wenn er ihn nicht für systemrelevant hält. (ba)

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