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Eiopa-Chef Gabriel Bernardino legt Bericht vor

10.09.2013 – Eiope-Bernadino“Nachhaltigkeit, eine strenge Aufsicht und volle Transparenz”, das sind die Leitplanken an denen sich die europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen (Eiopa) orientieren will. Das sagte Eiopa-Chef Gabriel Bernardino bei der Vorstellung der Quantitativen Auswirkungsstudie (QIS) seiner Behörde zur Einrichtung der betrieblichen Altersvorsorge.

Belgien, Irland, die Niederlande, Norwegen, Schweden, Großbritannien und Deutschland, diese sieben Länder haben sich an der ersten Quantitative Impact Study (QIS) von Eiopa beteiligt. Die Daten dienen der Einschätzung des inneren Zustandes der Renten und Pensionen in der EU, zumal sie 95 Prozent des europäischen Marktes umfassen, so Bernardino bei der Vorstellung des Berichtes. Für eine realistische, also marktnahe Bewertung der Pensionsverpflichtungen spricht sich der Eiopa-Chef weiter aus, der zudem eine ganzheitlich Betrachtung zu Grunde liegt. Dafür sei noch mehr Zeit nötig.

Mit Erleichterung hat derweil die Branche auf die Pläne von Wettbewerbskommissar Michel Barnier zur Verschiebung von Solvency II reagiert. Aon Hewitt Partner Martin Lowes kommentiert: “Es ist beruhigend, dass Eiopa und die Europäische Kommission auf die Kritik reagiert haben und – zumindest vorerst -  die Pläne für neue Solvabilitätsanforderungen aufgegeben haben. Wir sind erleichtert, dass die Vernunft sich durchgesetzt hat.” Es gibt sogar Stimmen in Großbritannien, die die völlige Aufgabe von Solvency II fordern. Der europapolitischen Berater der National Association of Pension Funds ( NAPF ), James Walsh sagte: ” Dies ist die endgültige Bestätigung aus dem Munde der eigenen EU-Berater, dass Solvency II den Renten einen unnötige Schaden zufügen kann. Dieser Bericht unterstreicht die Notwendigkeit, dass die Pläne der EU vollständig verschrottet werden. Sie dürfen nicht von der nächsten EU-Kommission wiederbelebt werden. ”

Ein intensiverer Dialog von EU, Eiopa und den Anbietern europäischer Pensionsfonds sei jetzt dringend notwendig um ein umfassendes Verständnis für die komplexen Probleme zu gewinnen.

Foto: Eiopa-Chef Gabriel Bernardino

Link: Key Note Speech Bernardino (PDF)

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