Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

“Es braucht keine zweite GKV”

03.12.2015 – ARZT - ALLIANZ DEUTSCHLANDDie neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) braucht es allein, um Erstattungsprozesse zu vereinfachen, sagt Karl-Josef Maiwald von der Debeka. Gegenüber der Ärzte-Zeitung widerspricht er einer kolportierten GKV-isierung der PKV. “Eine zweite GKV braucht der Gesundheitsmarkt nun wirklich nicht.” “Das Gegenteil ist eher der Fall”, stellt Karl-Josef Maiwald fest.

Die neue GOÄ könnte gar eine “Art Referenzgebührenordnung für die GKV werden, aus der Teile in eine Reform der kassenärztlichen Vergütung einfließen könnten”, so der Experte.

“Fakt ist, dass in über 90 Prozent der Fälle der 2,3-fache Satz als Steigerungsfaktor gewählt wird.” Offensichtlich haben es die Ärzte seiner Einschätzung nach übertrieben: “In der PKV herrscht ein gewisses Misstrauen gegen das bisherige Steigerungskonzept. Wenn wir das Niveau generell anheben, wie jetzt mit dem nicht unterschreitbaren Einfachsatz, können wir bei den Steigerungsfaktoren nicht so weitermachen wie bisher, ‘nach billigem Ermessen’ der Ärzte. Im neuen System wären die Gründe objektiv überprüfbar”, sagt er in der Ärzte-Zeitung.

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ihrerseits einen außerordentlichen Ärztetag angekündigt. Dort soll die GOÄ-Novelle abschließend diskutiert werden. In Kraft treten soll das Gesetz zum 1. Oktober 2016. Zumindest PKV-Vertreter Maiwald ist sich zu 95 Prozent sicher, dass der Termin zu halten ist. (vwh/ku)

Bildquelle: Allianz Deutschland

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten