Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

„Wegweiser“ durch den Policen-Bewertungsdschungel in Zeiten des LVRG

03.07.2014 – dean_goff_pil_150Das geplante Lebensversicherungsreformgesetz und insbesondere die Veränderungen bei den Regelungen zur Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven sorgen derzeit auch bei vielen Policeninhabern für zusätzliche Irritationen. Zugleich wachsen die  Ängste um die zukünftige Wertentwicklung der Lebensversicherungen. Ein neues Angebot des luxemburgischen Lebensversicherungs-Zweitmarkthändlers Partner in Life S.A. soll hier für mehr Durchblick sorgen.

Entgegen dem Eindruck durch die sich immer mehr häufenden Negativschlagzeilen zur Lebensversicherung und trotz aller Veränderungen der Rahmenbedingungen – aktuell beispielsweise durch das geplante Lebensversicherungs-reformgesetz – gibt es nach Meinung von Dean Goff nach wie vor „mehr gute Policen am Markt als die Leute glauben“. Auch ganz generell zeigt sich der Vorstand der in Luxemburg ansässigen Partner in Life (PiL) S.A. im Gespräch mit VWheute unverdrossen davon überzeugt, dass die Lebensversicherung unverändert eine Zukunft hat. Alles andere wäre für den Chef eines Unternehmens, das seit zwölf Jahren im Lebensversicherungs-Zweitmarkt tätig ist und dort nach eigenen Angaben trotz der seit einiger Zeit schon sehr schwierigen Situation Policen im Wert von rund 100 Mio. Euro jährlich ankauft, allerdings wohl auch eher überraschend.

Aus dieser Tätigkeit heraus ist sich Goff jedoch zugleich ebenso sicher, dass unter den – nach Abzug von reinen Risikoversicherungen, Riester-, Basisrenten- und bAV-Policen – etwa 55 Millionen Lebensversicherungs-Policen in Deutschland gleichzeitig viele auch „noch viel schlechter sind, als die Leute ahnen“. Und die lassen sich nach seiner Erfahrung keineswegs immer bestimmten Versicherern zuordnen, sondern können je nach Policen-Generation durchaus von ein und derselben Gesellschaft stammen.

Grund für dieses Informationsdefizit ist aus seiner Sicht das nach wie vor völlig intransparente Informationsverhalten vieler Lebensversicherer unter anderem bei den gesetzlich vorgeschriebenen jährlichen Standmitteilungen an ihre Versicherungsnehmer. Dies betreffe beispielsweise die garantierte Ablaufleistung inklusive der aufgezinsten heutigen Überschussanteile oder die eindeutige Benennung der in der Regel sehr hohen noch reduzierbaren Überschussanteile. Gleiches gelte jedoch ebenso mit Blick auf die Kosten von Zusatzversicherungen, von Ratenzahlungen der fälligen Jahresprämien oder auf die finanziellen Auswirkungen einer vereinbarten Dynamik.

Hier werde auch das geplante Reformgesetz trotz seiner zusätzlichen Transparenzanforderungen keineswegs für Abhilfe sorgen, moniert Goff. Gleichzeitig bewirke jedoch nicht zuletzt die dort vorgesehene Änderung der Beteiligung an den Bewertungsreserven sowie einige weitere neue gesetzliche Vorgaben für die Versicherer, dass solche Informationen zur Beurteilung der zukünftigen Wertentwicklung bestehender Lebensversicherungen noch weit bedeutsamer würden als bisher schon. Dies für die Policeninhaber selbst, ebenso für Makler, Honorarberater und Banken die für ihre Kunden ein aktives Portfolio-Management betreiben wollten.

In Erweiterung ihres Geschäftsmodells als Zweitmarkthändler bietet die PiL laut Goff daher nun Maklern und Endkunden an, zum Preis von 69 Euro je Stück Wertgutachten auf Basis des PiL-internen Analyseverfahrens und der aus der Bewertung von bisher mehr als 30.000 Policen gewonnenen Expertise zu erstellen. Darin werde in verständlicher Sprache eine Prognose zur voraussichtlichen Renditeentwicklung einer Police abgegeben. Zugleich würden gegebenenfalls konkrete Handlungsempfehlungen benannt. Die könnten Hinweise zu einer Anpassung der Police – also beispielsweise den Ausschluss von Zusatzdeckungen – ebenso enthalten wie den Rat, die Police in jedem Fall unverändert fortzuführen. Oder eben auch das genaue Gegenteil.

In letzterem Fall kauft sie dann allerdings auch die PiL nicht an, lässt Goff keinen Zweifel. In allen anderen Fällen, erläutert er die Motivation des Unternehmens hinter diesem neuen Angebot, mache sich PiL dagegen durchaus Hoffnungen, die Police aufgrund der erbrachten Dienstleistung vielleicht später irgendwann doch zum Ankauf angeboten zu bekommen, falls sich der Inhaber – aus welchen Gründen auch immer – dann davon trennen will.

Ein – allerdings deutlich abgespecktes – Analyseverfahren steht Maklern und Policeninhabern unter www.wegweiser.partnerinlife.com kostenlos im Internet zur Verfügung, lässt Goff außerdem wissen. (rem)  

Bild: Dean Goff, Vorstand der PiL, findet, es gibt „mehr gute Policen am Markt als die Leute glauben“. (Quelle: rem)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten