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Egypt Air hat seit 2009 technische Probleme

20.05.2016 – Flugzeug flughafen - RoKnoFoto pixelio.deDer Absturz einer Egypt Air Maschine hat 66 Menschen das Leben gekostet. Bei der Maschine handelt es sich um einen Airbus 320-232, deren Neuwert bei etwa 100 Mio. Dollar liegt. Russische Behörden verbreiten die Ansicht, dass es sich dabei um einen Terroranschlag handelt.

Unter den Opfern des gestrigen Flugzeugabsturzes befinden sich 30 Ägypter, 15 Franzosen, ein Brite, ein Belgier, zwei Irakis, ein Kuwaiti und ein Saudi. Der letzte große Verlust einer Egypt-Air-Maschine liegt 16 Jahre zurück, als nach einem Pilotenfehler eine Boeing 767 an der US-amerikanischen Ostküste abstürzte. 217 Todesopfer waren damals zu beklagen gewesen. 2009 hatten EU-Behörden wiederholt Sicherheitsmängel bei Egypt Air angemahnt. Der Flagcarrier laborierte bis 2010 an den Problemen. Durch das Unglück wird der verlustbringende Flugbetrieb wohl weiter gehandicapt.

Der A 320 ist mit gut 6.500 im Dienst befindlichen Maschinen zusammen mit der Boeing 737 das am häufigsten verkaufte Flugzeug der Welt. In der Sicherheitsstatistik ist der europäische Flieger etwas besser als der amerikanische Konkurrent. Allein wegen seiner weiten Verbreitung kommt es regelmäßig zu Unglücken, an denen aber nicht die Technik Schuld ist. Bei der im vergangenen Jahr verunglückten German-Wings-Maschine handelte es sich beispielsweise um eine A 320.

Der Chef des russischen Geheimdienstes, Alexander Bortnikow, verbreitete gestern die Ansicht, dass auf dem Flug von Paris nach Kairo ein Terroranschlag erfolgt sei, ohne das weiter zu begründen. Der ägyptische Luftfahrtminister Sherif Fathy sagte nach mehrmaligem Nachhaken, ein Terroranschlag sei wahrscheinlicher als ein technischer Defekt. Griechische Behörden meldeten, dass das Flugzeug beim Absturz südlich von Kreta ungewöhnliche Kurven geflogen ist. Egypt Air distanzierte sich von diesen Vermutungen.

Bis gestern Morgen lief das Luftfahrtgeschäft in diesem Jahr rund um den Globus sehr ruhig. Sieben Unglücke forderten insgesamt 101 Todesopfer, das liegt deutlich unter dem Zehn-Jahres-Schnitt. Die rote Linie wird wohl auch nach diesem Unglück nicht überschritten. (ba)

Bildquelle: RoKnoFoto / pixelio.de

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