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E-Call: GDV fordert offene Schnittstelle statt Datenmonopol

07.10.2014 – E-Call_PSADie EU-Institutionen sollen bei Ihren heutigen Beratungen in Sachen E-Call die Autohersteller gesetzlich zum Einbau einer standardisierten und offenen Schnittstelle für den Datentransfer verpflichten. Der GDV, der ADAC und das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe warnen vor einem ansonsten drohenden Datenmonopol der Hersteller.

Mit einer solchen Schnittstelle könnten, so die Position der Verbände, die Autofahrer frei entscheiden, an wen sie ihre Fahrzeugdaten übermitteln: an Autohersteller, Versicherer, Kfz-Betriebe, Mobilitätsdienstleister oder Automobilclubs.

Nur wenn die Autofahrer die Kontrolle über ihre Daten behalten, können sie sich für das jeweils beste Angebot und für den von ihnen bevorzugten Dienstleister entscheiden. Ein eingeschränkter Wettbewerb würde langfristig zu höheren Kosten für die Autofahrer führen, warnen die Verbände.

Die Technik des eCalls kann neben dem Notruf auch zu anderen Zwecken genutzt werden, etwa für die schnelle Hilfe bei einer Panne, für Ferndiagnosen oder für die Ortung des Fahrzeugs nach einem Diebstahl. Bei einem Datenmonopol könnten die Autofahrer nur die Dienste nutzen, die vom jeweiligen Autohersteller angeboten werden. Die Autobauer könnten ihre Kunden nach einem Unfall bevorzugt in eigene Niederlassungen lotsen, entsprechende Angebote von Kfz-Betrieben blieben unberücksichtigt.

Bereits im Februar hatte sich das Europäische Parlament für eine diskriminierungsfrei zugängliche Schnittstelle ausgesprochen. Ab heute verhandeln Parlament, Kommission und die italienische Ratspräsidentschaft im Trilog-Verfahren über die streitigen Details der eCall-Gesetzgebung. (vwh)

Bildquelle: PSA Peugeot Citroën

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