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Drei Versicherer mit Startschwierigkeiten

11.07.2016 – Drei Versicherer haben es nicht geschafft, zum Start von Solvency II das notwendige Eigenkapital auszuweisen. Das berichtet die Versicherungsaufsicht Bafin. Im Schnitt lag die Solvabilitätsquote der insgesamt 342 Solvency-berichtspflichtigen Unternehmen zum Jahresbeginn bei 305 Prozent.

Das ist das Ergebnis des sogenannten Day-1-Reportings. Die Bafin hat auch die Zahlen nach dem ersten Quartal vorgelegt. Demnach sei die Bedeckungsquote auf im Schnitt 280 Prozent gesunken. Keine Angaben gibt es dazu, wieviele Unternehmen Ende März jetzt eine Unterdeckung aufwiesen.

Chefaufseher Frank Grund wertet das Ergebnis positiv: “Die Branche ist erfolgreich im neuen Regime angekommen”, erklärte er. Im August will man detaillierte Ergebnisse, aufgeschlüsselt nach Sparten, vorstellen.

Auch der GDV wertet die ersten Zahlen als Erfolg: „Es wird aber auch deutlich, dass die Ergebnisse der Unternehmen unter Solvency II je nach Marktentwicklung kurzfristig stark schwanken können – anders als im bisherigen Aufsichtssystem”, sagt GDV-Geschäftsführer Axel Wehling. “Erst müssen Unternehmen und Aufsichtsbehörden die Konsequenzen dieser ‚neuen Volatilität‘ richtig einschätzen können. Dann sollte auf europäischer Ebene über Änderungen am Regelwerk nachgedacht werden.”

Selbst Eiopa-Chef Gabriel Bernardino hatte mit Blick auf die Solvabilitätsquote eingeschränkt, dass man nicht auf einen Blick herausfinden kann, wie stabil ein Versicherer sich im Geschäft hält. Er warnte vielmehr vor falschen Schlüssen aus einer Kennzahl. (vwh/ku)

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