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DIHK-Honorarberaterregister: Fehlstart oder Aufbruch zu neuen Ufern?

08.10.2014 – Riester-BeratungVon VWheute-Hauptstadt-Korrespondent Manfred Brüss.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat erstmals Daten zum Honorar-Finanzanlagenberaterregister (gemäß § 34h GewO) veröffentlicht. Danach wurden im Zeitraum 1. August bis 30. September 2014 insgesamt 45 Honorarberater in das Register aufgenommen. Im dritten Quartal wurden zugleich 160 Finanzanlagenvermittler neu zugelassen, so dass ihre Gesamtzahl auf 41.217 stieg. Hat die Honorarberatung damit einen Fehlstart erlebt oder ist dies ein erstes Signal zum Aufbau einer alternativen Vergütungsform?

Nach den Daten des DIHK haben alle 45 Honorarberater eine Erlaubnis zur Beratung über offenes Investmentvermögen (§ 34f Abs. 1 Nr.1 GewO). 19 verfügen zudem über eine Erlaubnis zur Beratung über geschlossenes Immobilienvermögen und zehn über eine zur Beratung über sonstige Vermögensanlagen. Man muss abwarten, ob die Honorarberatung unter den derzeitigen Rahmenbedingungen Fuß fassen kann. Die Zahl der gegen Provision agierenden Finanzanlagenvermittler stieg per Ende September auf 41.217 (Ende Juni: 41.057). Der weit überwiegende Teil konzentriert sich hier ebenfalls auf die Vermittlung von Investmentfonds (40.570).

Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) Michael H. Heinz sagte Versicherungswirtschaft-heute in einer ersten Reaktion, letztlich werde der Markt über die Stärke einer Vertriebsform entscheiden. „Es ist von Kundenseite her kein Bedarf für die Honorarberatung erkennbar“, sagte Heinz mit Blick auf die ersten Zahlen des Honorar-Finanzanlagenregisters.

Die Zahlen überraschen überhaupt nicht, sagte der Geschäftsführer der VDH GmbH Verbund Deutscher Honorarberater Dieter Rauch VWheute. Man habe im Vorfeld der Registrierung eine Umfrage gemacht, der zufolge etwa 300 Honorarberater sich eintragen lassen wollten. „Ich appelliere an alle reinrassigen Honorarberater, jetzt Flagge zu zeigen“, sagte Rauch. Bis zum Jahresende könnte die Zahl 300 durchaus erreicht werden. Man müsse ja auch sehen, dass eine Nicht-Eintragung ins Register kein Berufsverbot zur Folge habe. Rauch kritisierte den Gesetzgeber, weil er es versäumt habe, für klare Begriffsbestimmungen für die Honorarberatung zu sorgen. So seien immer noch am Markt Mogelpackungen mit den unterschiedlichsten Berufsbezeichnungen möglich.

Bild: Beratung. (Quelle: vwh)

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