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Die Sorgen der Finanzwelt angesichts der EZB-Ratssitzung

05.06.2014 – DraghiGeorg Fahrenschon (Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes): “Es trifft alle Sparer.” Hans-Werner Sinn (Präsident des Ifo-Institut): “Indem die EZB in Südeuropa Billigstkredite aus der Druckerpresse vergibt, verdirbt sie den deutschen Banken und Lebensversicherern das Geschäft.” Im Vorfeld der mit Sorge erwarteten Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am heutigen Donnerstag mehren sich die Stimmen, die EZB-Präsident Mario Draghi eindringlich vor weiteren Leitzinssenkungen warnen. Die Finanzwelt schaut nach Frankfurt wie das Kaninchen auf die Schlange, Sorgen und Ratschläge brechen sich Bahn.

Obwohl aus dem Munde des immer sibyllinisch lächelnden EZB-Präsidenten Draghi noch keine Silbe zur weiteren Absenkung des Leitzinses oder zu konkreten geldpolitischen Maßnahmen bekannt geworden sind, reichte ein Satz des Italieners vor wenigen Tagen um Verbrauchern, Verbänden und Branchenvertretern den Schweiß auf die Stirn zu treiben. “Wir werden uns nicht damit abfinden, dass die Inflation zu lange zu niedrig bleibt”, sagte Draghi am Montag in Portugal. Das wurde sogleich als Startzeichen für eine weitere Absenkung interpretiert und in aller Konsequenz für die Marktbeteiligten durchdekliniert. “Draghi lässt die Sparer zittern”, textet die HNA aus Kassel, die Frankfurter Neue Presse sieht gar “Draghi in der Falle” und das Handelsblatt findet “Niedrige Inflation setzt Draghi unter Zugzwang”.

Seit Tagen wird die Öffentlichkeit auf ein Anziehen der finanzpolitischen Daumenschrauben eingestimmt und auch genaue Berechnungen, wer, wieviel wird am Ende bluten müssen werden angestellt. “15 Milliarden Euro Verluste – EZB-Hammer bedroht Altersvorsorge: So plant Mario Draghi Ihre Zwangs-Enteignung”, skandalisiert der Fokus. “Draghi setzt zum Rundumschlag an”, befürchtet das Magazin Cash und der Investor Verlag sieht die  “Eurokrise – Mario Draghi und die Woche der Wahrheit”. Diese Wahrheit steht ab heute im Raum, aber die Finanzindustrie hat sich schon darauf eingestellt: “Hedgefonds wetten auf fallenden Euro”,weiß das Manager Magazin zu berichten. Schließlich fand die Tagesschau auch noch “Fachleute, die den EZB-Kurs als Chance sehen”. Gleichzeitig stellt das Medium aber die Frage: “Neue Chance oder kalte Enteignung?” Die Antwort wird die Zukunft weisen. VWheute berichtet weiter. (vwh)

Weitere Links: Bild-Zeitung: Sparen wird jetzt noch schwieriger, Interview Deutschlandfunk: Es trifft alle Sparer

Bild: EZB-Präsident Mario Draghi darf sich heute der ungeteilten Aufmerksamkeit sicher sein. (Quelle: EZB)

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