Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Volle Rentenkasse, aber keine Beitragssenkung in Sicht

30.10.2013 – rentner-33Der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung könnte rein rechnerisch ab 2014 um nochmals 0,6 Prozentpunkte auf 18,3 Prozent abgesenkt werden. Dies würde für Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine Entlastung von rund sechs Milliarden Euro bedeuten, wie der Vorsitzende des Bundesvorstands der Deutschen Rentenversicherung Bund Alexander Gunkel auf dem jährlichen Presseseminar in Würzburg ausführte. Allerdings verhandeln Union und SPD derzeit über Leistungsverbesserungen, die die Rentenkasse in Milliardenhöhe belasten und eine Beitragssenkung unmöglich machen würde.

Der niedrigere Beitragssatz könnte bis einschließlich 2017 auf dem niedrigen Niveau konstant gehalten werden, wenn die von der Bundesregierung erwarteten Rahmenbedingungen auch so eintreffen würden, erklärte Gunkel laut Redetext. Nach der Rentenanpassungsformel würden auch die Rentner mit Verzögerung von einer Beitragssenkung im Jahr 2015 in Höhe von 0,8 Prozentpunkte profitieren. Die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage würde durch die Beitragssenkung aber schnell abschmelzen. „Bereits 2018 würde sie die Untergrenze von 0,2 Monatsausgaben unterschreiten“, sagte Gunkel. Dies hätte wiederum einen Beitragsanstieg zur Folge.

Vor allem die CSU drängt aber um eine Verbesserung der Mütterrente für Frauen, die Kinder vor dem Jahr 1992 geboren haben. Beide möglichen Koalitionspartner sehen auch die Notwendigkeit, Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente durchzusetzen. Die SPD ist ohnehin gegen Beitragssenkungen in der gesetzlichen Rentenversicherung. Der CDU-Sozialexperte Peter Weiß sagte der Bild-Zeitung: „Vor Abschluss der Koalitionsverhandlungen macht es wenig Sinn den Beitrag zu senken, weil wir dabei über Zusatzleistungen reden, die die Rentenkasse belasten.“ Und die SPD-Abgeordnete Elke Ferner sagte der Zeitung: „Es ist zu erwarten, dass die Große Koalition zusätzliche Renten-Leistungen vereinbaren wird. Deshalb ist es besser, vorerst keine Rentenbeitragssenkung zu beschließen.“ (brs)

Foto: Allzu große Hoffnungen auf signifikante Erhöhung ihrer Bezüge dürfen Deutschlands Rentner nicht hoffen. (Quelle: vvw)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten