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Die politische Woche: Zwischen IDD, Bevölkerungswachstum und GOÄ

18.01.2016 – Berlin_Andreas Walgenbach_pixelioVon VWheute-Hauptstadtkorrespondent Manfred Brüss. Zwischen Wandlungsstress im Versicherungsvertrieb, der Gebührenordnung für Ärzte und demografischer Entwicklungen bewegen sich die Themen der politischen Woche in Berlin. Heute Nachmittag stehen beim VGA Vertriebsthemen im Mittelpunkt. Ein außerordentlicher Ärztetag soll Klarheit zur GOÄ bringen. Das Statistische Bundesamt präsentiert am Mittwoch Fakten.

Beim VGA-Neujahrsempfang wird Hermann Meyer, Organisationsdirektor der Signal-Iduna Versicherungen über den “Versicherungsvertrieb im Wandlungsstress” einen Praxisbericht vorlegen. Und Christoph Brömmelmeyer von der Europa-Universität Viandria wird zum “Versicherungsvertrieb im Zeichen der IDD” referieren. Die vollständig überarbeitete Europäische Versicherungsvertriebs-Richtlinie (früher Versicherungsvermittler-Richtlinie) dürfte in Kürze vom Europäischen Rat abschließend gebilligt werden. Dann bleiben zwei Jahre Zeit zur Umsetzung in nationales Recht (siehe VERTRIEB).

Auf Antrag von drei Landesverbänden findet am Samstag in Berlin ein außerordentlicher Ärztetag statt, bei dem über den Verhandlungsstand der Bundesärztekammer (BÄK) und dem Verband der privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) über eine Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GO) diskutiert werden soll. Die Verhandlungen laufen bereits seit 2011 und sind weit gediehen. Änderungswünsche aus der Ärzteschaft oder gar eine Ablehnung des bislang Erreichten könnten fatale Folgen haben. Letztlich liegt die Novellierung der GOÄ bei Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Allerdings droht die SPD mit Querschüssen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte, die Honorare für die Behandlung von privat und gesetzliche Versicherten auf ein Niveau zu bringen. Am Mittwoch äußert sich der Verband der Ersatzkassen vor der Presse zur Finanzlage in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der “Schieflage im Wettbewerb der Krankenkassen”.

Müssen die Demografieszenarien neu gedacht werden?

Bislang gilt als gesichert, dass die Bevölkerung in Deutschland in naher Zukunft deutlich schrumpfen wird, wobei die Zahl der älteren Menschen zunimmt und die Zahl der Erwerbstätigen dramatisch zurückgeht. In seiner letzten Projektion ging das Statistische Bundesamt (Destatis) von einer Abnahme der Bevölkerungszahl von 80,8 Millionen im Jahr 2013 selbst bei Wanderungsgewinnen von 200.000 Personen im Jahr auf 73,1 Millionen aus. Tatsächlich waren zuletzt die Wanderungsgewinne deutlich höher und selbst die Geburtenzahl lag höher als erwartet. Im März 2015 hatte Destatis bereits eine Bevölkerungszahl von 81,3 Millionen ausgewiesen. Man darf gespannt sein, welche Vorausberechnungen die Statistiker am Mittwoch vorlegen werden. Die Wanderungsgewinne dürften auch 2015 wieder so hoch sein, dass die Bevölkerung weiter gewachsen sein dürfte – auch ohne den Sonderfaktor von der Aufnahme von über eine Millionen Flüchtlinge.

Bildquelle: Andreas Walgenbach/ pixelio

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