Versicherungswirtschaft-heute

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Die politische Woche: Handfestes für Versicherer

14.03.2016 – Berlin_Andreas Walgenbach_pixelioVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz. Schrillbunte Zukunftsmusik spielt in Hannover, doch die Berliner Woche bringt handfeste Standortbestimmungen für die Versicherungswirtschaft. Ob der Unfallmeldedienst des GDV den Automobilherstellern eine künftige Beherrschung des Assistance-Marktes streitig macht, wird sich zeigen. Die Verbraucherzentralen schlagen mit der These auf, dass die Marktwächter neue Chancen für die Altersvorsorge bringen.

Die Verbraucherzentralen kritisieren lange Produktlaufzeiten, schwer kalkulierbare Risiken und komplizierte Angebote erschweren die Auswahl bedarfsgerechter Produkte für Verbraucher. Nach einer kontrovers diskutierten Studie forderte der Marktwächter Finanzen ein gesetzliches Verbot von Provisionen, Margen und anderen Zuwendungen. Nur so könne ein unabhängiges Beratungsergebnis gewährleistet werden. Zum Weltverbrauchertag will der Verbraucherzentrale Bundesverband um Finanzmarktexpertin Dorothea Mohn und Vorstand Klaus Müller großangelegt Auswege aus dem Zinstief diskutieren.

Tags darauf präsentiert das Deutsche Institut für Altersvorsorge eine Untersuchung, was zu tun ist da die mittlerweile zur Nullzinspolitik ausgewachsene EZB-Agenda tiefe Spuren in den Sparvermögen der Bürger hinterlässt. DIA-Sprecher Klaus Morgenstern erläutert zusammen mit Michael Hauer vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung und mit Olaf Stotz von der Frankfurt School of Finance & Management, was sich in den vergangenen 15 Jahren dramatisch verändert und welche künftigen Schlüsse daraus zu ziehen sind.

Erste Hinweise, ob der GDV-Unfallmeldedienst der Weisheit letzter Schluss ist, die Versicherer gegen den Wettbewerb in Sachen E-Call zu positionieren, gibt es auch am Mittwoch: Denn dann präsentieren die Verantwortlichen die technischen Details und die möglichen Einsatzgebiete.

Von direkter Relevanz für die Versicherungswirtschaft ist die Abstimmung zum Abschlussprüfungsreformgesetz: es geht dabei am Donnerstag um die Umsetzung einer EU-Bestimmung. Die neue Richtlinie sieht vor, die Unabhängigkeit von Abschlussprüfern zu stärken und so Interessenskonflikte zu vermeiden. Experten gehen davon aus, dass die Pflichtrotation nicht nur von Vorteil sein wird. Gerade für kleinere Wirtschaftsprüfer könnte so ein existenzbedrohender Kampf um die Kundschaft ausbrechen. Indes: Versicherer können Wirtschaftsprüfern dabei behilflich sein, negative Auswirkungen aufs Portfolio abzumildern und sie dabei unterstützen, das Risikomanagement auf die neue Lage einzustellen, wie Experten von XL Catlin gegenüber VWheute erklären.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt sich im Nachgang der Landtagswahlen und vor dem anstehenden EU-Gipfel zur Flüchtlingskrise im Rahmen einer Regierungserklärung dem Bundestag.

Bildquelle: Andreas Walgenbach/ pixelio

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