Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Die politische Woche: Barometer und Bilanzen

11.05.2015 – bundesadlerVon VWheute-Hauptstadtkorrespondent Manfred Brüss. Heute lecken die Parteien in Berlin wie üblich nach jeder Wahl ihre Wunden, wobei RotGrün in Bremen ausgesprochen blutige bezog. Gleichwohl bleibt der Stadtstaat auch nach nunmehr 70 Jahren weiter mehrheitlich rot, sogar sehr rot, wenn man die Linken mit einrechnet.

Nach Hamburg hat nun auch Bremen gewählt, mit einem duchaus verblüffenden Ergebnis: RotGrün verliert überraschend deutlich, die FDP feiert Wiederauferstehung, trotz ebenfalls starker AfD.  Beide Wahlergebnisse in den Hansestädten haben jedoch kaum direkten Einfluss auf die Politik der großen Koalition von CDU/CSU und SPD, allerdings sehr wohl auf das innerparteiliche Stimmungsbarometer. Das wird im kommenden Jahr deutlich werden, in dem gleich  fünf Landtagswahlen – unter anderem mit dem Schwergewicht Baden-Württemberg – anstehen.

Die griechische Schuldenkrise dürfte heute in Brüssel beim Treffen der Euro-Gruppe, an der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) teilnehmen wird, wiederum prominentes Thema sein. Morgen folgt dann in Brüssel das Ecofin-Treffen. Und in Berlin herrscht wieder einmal Sicherheitsstufe Eins: Israels Präsident Reuven Rivlin trifft während seines Staatsbesuchs in Deutschland unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen.

Wichtige konjunkturelle Signale kommen am Mittwoch vom Statistischen Bundesamt: Erste Daten zum Wirtschaftswachstum im ersten Quartal werden vorgelegt Michael Hüther, Chef des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IdW), rechnet damit, dass die EZB nach eigenen Kommunikationssignalen  kommendes Jahr die Zinswende einleiten könnte.

Inwieweit zeigt das Lebensversicherungs-Reformgesetz (LVRG) Wirkung: Mehr Transparenz, weniger Kosten? Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) stellt seine Erkenntnisse heute vor. Ebenfalls heute wollen das Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen und das Berliner Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nach 20 Jahren Pflegeversicherung Bilanz ziehen. Und – aktuell brisant: Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen will sich  am Mittwoch vor der Presse zu dem brisanten Thema „Wirtschaftsspionage und Wirtschaftsschutz“ äußern.

Bild: Der Bundesadler im Reichstag. (Quelle: ak)

Tags: , ,
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten