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Deutsche im Stimmungshoch

05.09.2014 – FamilienurlaubVon VWheute-Korrespondentin Elke Pohl.

So optimistisch wie derzeit haben die Deutschen schon seit 20 Jahren nicht mehr in die Zukunft geschaut. Die Langzeitstudie des R+V-Infocenters „Die Ängste der Deutschen“, aktuell erhoben im Sommer 2014, ergab rückläufige Befürchtungen in vielen Bereichen des Lebens. Nur vier Ängste bringen es über der 50-Prozent-Marke.

Die Sorge ums liebe Geld, die Furcht vor Naturkatastrophen und Krankheiten – das sind die Top-Ängste der Deutschen. Damit führt die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten seit Beginn der Studie im Jahr 1992 bereits zum 15. Mal die Hitliste an. 58 Prozent der Befragten fürchten sich in hohem Maße davor, dass das Geld immer weniger Wert ist. Dazu erklärte der Politologe Prof. Manfred G. Schmidt von der Universität Heidelberg: „Der weit ausgebaute Sozialstaat und der anspruchsvolle Umweltschutz in Deutschland fordern ihren Tribut und verknappen das verfügbare Einkommen vor allem durch hohe Sozialabgaben und Steuern sowie durch steigende Gebühren für Strom, Gas, Wasser und Abfallbeseitigung.“ Damit steht die Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage im Gegensatz zu der Wirtschaftslage des Landes, die weniger Sorge als in Vorjahren erzeugt. Mit 41 Prozent liegt die Angst vor einer Verschlechterung der Wirtschaftslage neun Prozent unter dem Wert von 2013 und damit so tief wie seit 15 Jahren nicht mehr. Das gleiche trifft auf Arbeitslosigkeit zu, die mit 33 Prozent momentan den fünftletzten Platz der 16 abgefragten Ängste einnimmt.

Auf Platz zwei liegt, wie im vergangenen Jahr, die Sorge vor Naturkatastrophen mit 51 Prozent (2013: 56 Prozent). Erstaunlich das Ergebnis der Sonderbefragung dazu: Demnach sehen nur 19 Prozent das eigene Haus oder den eigenen Haushalt gefährdet. Das stimmt mit den Erfahrungen der Wohngebäudeversicherer überein, die mit ihren Argumenten für eine Elementarschadendeckung vielerorts auf taube Ohren stoßen.

Im Zentrum steht für viele Deutsche weiterhin das Thema Gesundheit. Die Themen Angst vor einem Pflegefall im Alter (51 Prozent) und vor schwerer Krankheit (47 Prozent) zeigen, dass trotz eines gut ausgebauten Gesundheitssystems hier Grund zur Sorge besteht. Damit würden die Menschen auf die weit fortgeschrittene Alterung der Bevölkerung und die damit verbundenen Risiken reagieren, so Schmidt.

Interessant auch ein weiteres Ergebnis der Sonderbefragung: 60 Prozent der Befragten sehen in der Euro-Schuldenkrise nach wie vor eine große Bedrohung des eigenen Lebensstandards, womit diese Angst noch vor den steigenden Lebenshaltungskosten steht (2013: 68 Prozent). Diese Befürchtungen findet Schmidt wohlbegründet, da Deutschland überproportional zur Kasse gebeten werde, wenn überschuldete EU-Mitgliedsstaaten Unterstützung bekommen.

Bild: Deutsche sind Realisten. (Quelle: vwh)

Link: DOSSIER

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