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DGB fordert Abkehr von Riester-Rente – GDV ist dagegen

18.07.2013 – buntenbachAngesicht der zuletzt gesunkenen Zahl von Riester- Verträgen fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund eine Abkehr von der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge.

“Die Riester-Rente muss grundsätzlich auf den Prüfstand”, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der Berliner Zeitung. Das Instrument helfe nicht gegen Altersarmut, denn drei Viertel der Geringverdiener könnten sich eine Riester-Rente gar nicht leisten. “Es wäre deshalb besser, die Steuer-Milliarden, die bislang in den Versicherungen versickern, zielgenau gegen Altersarmut einzusetzen und zudem die betriebliche Alterssicherung stärker zu fördern”, meinte Buntenbach. Die DGB-Funktionärin schlug vor, mit Hilfe höherer Rentenbeiträge eine Demografiereserve aufzubauen.

Die Zahl der staatlich geförderten Riester-Rentenverträge war im ersten Quartal erstmals seit dem Start 2001 zurückgegangen. Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums widersprach Buntenbach. Altersvorsorge brauche „einen langen Atem“. Es sei falsch, wegen der aktuellen Niedrigzinsphase von zusätzlicher privater Altersvorsorge abzuraten. Notwendig sei aber, „Riester-Renten von Menschen, die lange in die Rentenversicherung eingezahlt haben, vor Anrechnung bei der Grundsicherung zu schützen“.

GDV-Präsident Alexander Erdland dagegen erneuert die GDV-Forderung: Um in der gesetzlichen Rentenversicherung wachsende Versorgungslücken zu schließen, sollten bei der Riester-Rente das Fördervolumen dynamisiert und die Grundzulage erhöht werden. Dazu hat der GDV verschiedene Vorschläge gemacht.

Ende März gab es mit etwa 15,65 Millionen Verträgen rund 27 000 weniger als Ende 2012. Die Riester-Rente – auf freiwilliger Basis – wurde eingeführt, um Abstriche bei der gesetzlichen Rente auszugleichen.

Foto: DGB

Link: DGB fordert Ende der Riester-Rente

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