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Deutschland warnt EZB vor Kopie der US-Geldpolitik

08.12.2014 – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann haben auf dem 6. Deutschen Wirtschaftsforum Tacheles in Richtung EZB und indirekt auch gegenüber us-amerikanischen Finanzpolitikern geredet. Angesichts noch drastischere Maßnahmen der EZB im Kampf gegen die Deflation in der Euro-Zone wächst bei deutschen Politikern und Bankern insgesamt der Widerstand.

“Die Rezepte, die in den USA Erfolg gehabt haben (…) oder die in Japan angewandt werden, kann man nicht einfach auf den Euro-Raum übertragen”, sagte Weidmann am Freitag auf dem Deutschen Wirtschaftsforum in der Frankfurter Paulskirche.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble warnte ebenfalls vor einer Kopie der Vereinigten Staaten. Die unter anderem von Ex-US-Finanzminister Larry Summers vertretene Auffassung, nur mit einer noch lockereren Geldpolitik und hohen öffentlichen Ausgaben könne die Krise in Europa erfolgreich bekämpft werden, sei falsch, sagte der CDU-Politiker in Frankfurt. “Ich bin im Gegenteil der Auffassung, dass dieser Ansatz nicht die Lösung ist, sondern die Ursache.”

Eine konkrete Hausnummer, welchen Schaden durch die EZB-Politik seit dem Ausbruch der Finanzkrise die Deutschen Sparer erlitten haben, hat unterdessen Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn genannt: „Nach meiner Berechnung sind den Deutschen seit 2008 etwa 300 Milliarden Euro entgangen im Vergleich zu den Zinsen, die Ende 2007, vor dem Ausbruch der Krise, zu erzielen waren“, sagte der Chef des Münchener Wirtschaftsforschungsinstituts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (siehe DOSSIER). (vwh)

Link: Mini-Zinsen kosten Sparer 300 Milliarden Euro

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