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Deutsche fürchten Einbußen bei der Vorsorge

16.05.2014 – europaflagge-150Eine deutliche Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) rechnet damit, dass ihre langfristige Vorsorge unter der Konsolidierung der Staatsfinanzen in den Mitgliedsländern der Europäischen Union leidet und alle kapitalgedeckten Vorsorgeformen langfristig zu geringeren Erträgen führen werden. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die vom Kölner Marktforschungsunternehmen YouGov wenige Wochen vor der Europawahl durchgeführt wurde.

Berücksichtigt man noch die Unentschlossenen, die zumindest mit teilweisen Auswirkungen rechnen, so gehen mehr als neun Zehntel der Deutschen von mehr oder weniger starken Auswirkungen auf ihre langfristige Vorsorge aus. Dabei gibt es über alle Altersgruppen hinweg eine klare Übereinstimmung in dieser Einschätzung. In der Erhebung wurde auch der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen erwartet werden, wenn die eurokritischen Kräfte durch die notwendigen Reformschritte und aufwändigen Konsolidierungsmaßnahmen weiter Einfluss auf die politische Entwicklung in Europa bekommen. Die von ihnen forcierten Bestrebungen zu einer Re-Integration in Europa oder gar ein Auseinanderbrechen des Euroraumes halten 40 Prozent der Befragten für eine Belastung für die Volkswirtschaften und Finanzsysteme und damit zugleich für eine Bedrohung ihrer Altersvorsorge.

Auch hier fallen die Einschätzungen in den einzelnen Altersgruppen nahezu übereinstimmend aus. Entgegen der allgemeinen Skepsis über die Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise wird die Position Deutschlands optimistischer eingeschätzt. Knapp vier von zehn sind der Ansicht, dass Deutschland trotz der Belastungen aus der Eurokrise wieder zur früheren wirtschaftlichen Stärke zurückgefunden hat. Das helfe auch den hiesigen Alterssicherungssystemen, weil die Beschäftigung hoch ist, vermehrt Beiträge in die Umlagesysteme der gesetzlichen Rentenversicherung fließen und Spielraum für betriebliche und private Altersvorsorge entsteht. Ein Baustein zur Abmilderung des demografischen Wandels ist die Beschäftigung. Dieser ist jedoch nicht nur ein deutsches, sondern ein europäisches Phänomen (siehe DOSSIER).

„Die Altersvorsorgesparer sind neben den Steuerzahlern diejenige Gruppe der Bevölkerung, die hauptsächlich die Kosten für die Überwindung der Euro-Schuldenkrise schultern müssen. Vielen ist das heute schon bewusst, auch wenn sie die tatsächlichen Auswirkungen erst in der Zukunft spüren werden“, erklärte Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge. (vwh)

Foto: Die Deutschen fürchten, dass die Eurokrise sich negativ auf ihre Altersversorgung auswirkt.

Link: Demografie im europäischen Kontext (Tagesreport, 16.05.2014)

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