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Deutsch-Chinesische Achse kommt auf Touren

18.11.2014 – china_schanghai_foto_yan_150Asien in aller Munde, in dieser Woche auf der Eurofinanceweek in Frankfurt/Main und ab Mittwoch auch in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams. In der Bankenmetropole sprach Bundesbankvorstand Joachim Nagel über die “Herausforderungen und Chancen eines internationalen Renminbi” und sein Kollege im Board, Carl-Ludwig Thiele bilanzierte, ebenfalls auf der Eurofinanceweek, in seinem Vortrag “Deutschland-China, eine Erfolgsgeschichte für Handel und Finanzen”.

Damit ist die Richtung vorgegeben, auch für die Spitzenvertreter der Deutschen Wirtschaft, die sich, angeführt von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), ab Mittwoch auf den Weg nach Asien machen, um Chancen und Geschäfte für den Standort Deutschland zu eruieren. Dabei wird noch das umfangreiche Material aus der Asienreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu verdauen sein. Doch der Takt ist schnell, (und für manche Volkswirtschaft im Euroraum auch viel zu schnell).

Den Finger in die Wunde legte denn auch Carl-Ludwig Thiele von der Bundesbank, als er die Herausforderungen im Umgang mit China und seiner Wirtschaft in den Blick nahm:

Umfragen unter den Marktteilnehmern zeigen, so Thiele, dass Investoren nach wie vor einige Vorbehalte über die Investition in den Renminbi hätten. Als potenzielle Barrieren werden genannt: Betriebsstörungen, Mangel an Anlageprodukten, Beschränkungen für Investitionen in Aktien, Sorgen über die Aussichten der Währung als Wertaufbewahrungsmittel und das langfristige Fehlen eines Rechtsrahmens. Allerdings geht Thiele davon aus, dass operative Fragen bald an Bedeutung verlieren werden, er mahnte aber weitere Schritte hin zu einer flexiblen und international verwendbaren Währung an.

Laut Thiele habe Zhou Xiaochan, Gouverneur der Bank of China, den Teilnehmer auf einer der letzten IWF-Ausschusssitzungen versichert, dass die großen Strukturreformen in den Finanzmärkten vorgezogen würden und auch an der Konvertierbarkeit des Rinminbi weiter gearbeitet werde.
“Heute erleben wir den Aufstieg des Renminbi als Anlagewährung und damit hat sie auch das Potenzial, eine internationale Reservewährung zu werden. Dies wird jedoch nicht möglich, ohne eine Liberalisierung der Kapitalströme und ohne volle Konvertierbarkeit”, beschloss Bundesbank-Vorstand Thiele seinen Vortrag. Von der größeren Rolle der Währung profitierte nicht nur die chinesische Wirtschaft sondern  auch deren Handelspartner. Thiele ermunterte die Zuhörer aus dem Reich der Mitte, auf diesem Weg weiter voranzugehen.

Gemeinsam mit dem Bundesministerium der Finanzen und dem Land Hessen habe die Bundesbank für einen reibungslos funktionierende Renminbi-Hub in Frankfurt bereits den Grundstein gelegt. Dazu wurde auch schon eine Infrastruktur angelegt. Jetzt liege der Ball bei der Finanzindustrie, über eine aktive Nutzung dieser Bedingungen durch die Schaffung von geeigneten Produkten und entsprechendem Handelsvolumen daraus eine tragfähige Plattform zu machen. (ak)

Bild: Hoch sprießendes Wachstum in Asien. (Quelle: hy)

Link: Rede Bundesbank-Vorstand Thiele (engl.) auf der Eurofinanceweek

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