Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Demografischer Wandel: Städte müssen umgebaut werden

20.01.2015 – Landsberg_GerdDie Städte müssen in Anbetracht der Alterung der Gesellschaft regelrecht umgebaut werden. Es braucht neue Berufsbilder wie Arzt-Assistenten und Bewusstsein für private Pflege. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Städte- und Gemeindebundes stellt die These auf, dass Städte und Gemeinden noch nicht auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet sind.

Älterwerden könne durchaus auch als Chance begriffen werden, erklärt Gerd Landsberg in seinem Gastbeitrag für PKV-Publik. “Viele ältere Menschen können bei der Hilfe für Pflegebedürftige und für Flüchtlinge oder bei der Betreuung von Schulabbrechern eingebunden werden und wollen sich auch in der Gesellschaft einbringen. Die Kommunen sollten deshalb ihren Blick auf die enormen Potenziale des Alters richten.”

Barrierefreie öffentliche Räume, Verkehrsanbindungen, ortsnahe Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote führt er als entscheidende Faktoren zum anstehenden Umbau der Städte an.

Um das System auf der Kostenseite zu entlasten und trotzdem der Herausforderung begegnen zu können brauche es neue Berufsbilder, wie zum Beispiel den Arztassistenten mit dem Schwerpunkt Pflege- beziehungsweise Altersmedizin.

“Qualitativ gute Pflege gibt es nicht zum Nulltarif”, bringt es Landsberg schließlich auf den Punkt. Sowohl Staat, Städte und Gemeinden müssten sich darauf einstellen. Doch auch private Vorsorge müsse sich weiter etablieren:

“Auch ein junger Mensch kann und sollte 10 oder 20 Euro im Monat als Vorsorge im Alter investieren. Wer über 30 oder 40 Jahre für die Pflege anspart, wird auch etwas davon haben.” (vwh/ku)

Bild: Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Städte- und Gemeindebundes (Quelle: PKV-Publik)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten