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Demografischer Wandel: Der Realitätssinn steigt

11.04.2014 – diekmann-berliner-forum-150Allianz-Vorstandschef Michael Diekmann nutzte das derzeitige Berliner Demografie Forum für Unternehmens- und branchenstrategische Aussagen. Nie zuvor wurde so deutlich die Konzernlinie zum Programm erklärt, bei der Kapitalanlagepolitik auf Investitionen in die Infrastrukturen zu setzen, und zwar weltweit. Zugleich stellte er dabei den Zusammenhang zu den Erfordernissen rentierlicherer Sparanstrengungen für die Altersvorsorge her.

Der öffentlichen Hand fehlten weltweit mehr als eine Bil. US-Dollar jährlich für dringliche Investitionsvorhaben, führte der Allianz-Chef aus. Hier seien die großen Kapitalsammelstellen gefragt, sich mit Investitionen und Public Private Partnership zu engagieren. Diekmann skizzierte dabei einen finanzwirtschaftlichen Kreislauf, der zugleich einen Lösungsbeitrag für eine rentierlichere Anlage des Vorsorgekapitals in einer alternden, längerlebigen Gesellschaft bei gleichzeitigen Niedrigzinsperioden leiste. Weiter sprach sich Diekmann für einen europäischen Standard einer übersichtlichen Altersvorsorgeinformation aus, die es allen Bürgern ermögliche, die eigene Vermögenslage realistisch für das Alter zu bewerten.

schwesig-berliner-forum-150Die Bundesministerin für Familie, Senioren und Jugend, Manuela Schwesig (SPD), die nach Diekmann die politische Grundsatzrede zur Bewältigung des demografischen Wandels hielt, kündigte für die nächsten Tage die Veröffentlichung einer Allensbach-Erhebung an, aus der hervorgehe, dass die jüngeren Generationen bis 30 sehr klare Vorstellungen über die “Wucht” der auf sie zukommenden Belastungen hätten. Nicht zuletzt resultierten daraus “buntere Lebensentwürfe” – individuell und in vielfältigeren Partnerschafts- und Familienformen, denen man offen gegenübertreten müsse.

Die studierte Finanzwirtin Schwesig beeindruckte die rund 250 Forumsteilnehmer, vornehmlich aus Wissenschaft und Wirtschaft, mit ihrem Realitätssinn für die Grenzen der Sozialtransfers. Die Unternehmen müssten sich darauf einstellen, den Überhang an Arbeitszeit von Männern gegenüber Frauen zu egalisieren, um paritätische Verhältnisse für die Verbindung von Familie und Beruf zu schaffen. (hkm)

Fotos: Allianz-Chef Diekmann (oben) und Familienministerin Schwesig skizzierten Strategien zur Bewältigung des demografischen Wandels. (Quelle: brs)

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