Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

DAX30-Pensionsverpflichtungen steigen um 52 Mrd. Euro

19.11.2014 – Eine aktuelle Mercer-Studie unter 19 DAX- und zehn ausgewählten Großunternehmen in Deutschland zeigt, dass in den letzten fünf Jahren häufig die Zinsgarantien der Zusagen für Führungskräfte an die Entwicklung des Kapitalmarkts angepasst wurden; zum Teil direkt durch die Unternehmen selbst, in einigen Fällen auch durch die Änderungen der hinterlegten Versicherungstarife.

Laut Untersuchung beinhaltet etwa die Hälfte der beitragsorientierten Zusagen eine Variabilität bei der Verzinsung der Beiträge in der Anwartschaftszeit. Weitere Maßnahmen bestehen darin, dass die Unternehmen von Rente auf Kapital oder Ratenzahlungen umstellen oder das frühestmögliche Renteneintrittsalter nach hinten verlegen.

Dieses Risikobewusstsein spiegelt sich in der Entwicklung des Versorgungsniveaus wider. Im Vergleich zu einer entsprechenden Befragung im Jahr 2009 sind sowohl das Versorgungsniveau aus arbeitgeberfinanzierten Beiträgen (im Schnitt etwa -1,5 Prozentpunkte) als auch das Gesamtniveau (ca. -1,8 Prozentpunkte) gesunken. Dies resultiert hauptsächlich aus den gesenkten Zinsgarantien sowie Änderungen in der Zusagestruktur. Generell liegt das Versorgungsniveau der beitragsorientierten Zusagen einige Prozentpunkte unter dem Niveau der – allerdings nur noch wenigen – Leistungszusagen.

Als Reaktion auf das finanzpolitische Umfeld planen die Unternehmen, laut Mercer, für 2014, von Anleihen zu Aktien und zu alternativen Asset-Klassen umzuschichten. Die Zielquoten für Aktien und Alternatives steigen im Vergleich zu 2013 von 29 und 12 Prozent auf 31 und 16 Prozent, während die Ziele für Anleihen von 57 auf 50 Prozent gesenkt werden.

Es ist zu erwarten, dass die DAX-Unternehmen bei einem fiktiven Abschluss zum 31.10.2014 einen um etwa einen Prozentpunkt verringerten Zinssatz ansetzen würden. „Ohne das erzielte Wachstum der Pensionsvermögen würde der Rückgang des Rechnungszinses noch stärker den Deckungsgrad der Pensionssysteme beeinträchtigen. Der aktuelle und auch für das Jahresende prognostizierte Deckungsgrad liegt zwar unter dem sehr guten Wert vom Dezember 2013, ist aber Ausdruck einer weiterhin komfortablen Ausfinanzierung der DAX-Pensionssysteme“, so Thomas Hagemann, Chefaktuar bei Mercer. (vwh)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten