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DAX-Unternehmen stellen Aufsichtsratsvergütung um

14.11.2013 – Fast ein Drittel der DAX-Unternehmen hat die Vergütungsmodelle für Aufsichtsräte in den letzten zwölf Monaten verändert. Tantiemen werden zunehmend durch reine Festbezüge oder eine Langfristvergütung ersetzt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Aufsichtsratsvergütung DAX 2013“ der Unternehmensberatung Towers Watson.

Wenn Aufsichtsratsmitgliedern eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt wird, soll sie auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein. „Diese Empfehlung des im Jahr 2012 geänderten Corporate Governance Kodex nehmen die Unternehmen ernst“, stellte Studienautor Helmuth Uder fest. So zahlen BMW, Linde und RWE – neben einem festen Vergütungsteil – keine Tantiemen mehr, sondern eine Langfristvergütung. Ausschließlich auf Festvergütung umgestellt haben Deutsche Lufthansa und Merck; im nächsten Jahr werden Deutsche Telekom, Deutsche Post und Munich Re folgen. Dann werden die „Festvergüter“ – darunter die Allianz – mit 13 Unternehmen die größte Gruppe bilden.

Mit durchschnittlich knapp 340.000 Euro wird die Gesamtvergütung von Aufsichtsratsvorsitzenden im laufenden Jahr nahezu stabil bleiben (+1 Prozent). Für die Zukunft geht Uder von geringeren Schwankungen aus: „Wenn sich immer weniger Unternehmen an Kennzahlen eines Geschäftsjahres orientieren und stattdessen stärker auf den langfristigen Unternehmenserfolg abstellen, werden die Ausschläge geglättet.“ Er bestätigte einen allgemeinen Trend zur Nachhaltigkeit und empfahl, auch in wirtschaftlich guten Zeiten den variablen Vergütungsanteil auf maximal 50 Prozent zu begrenzen.

Aktuell zahlen alle DAX-Unternehmen eine feste Vergütung von durchschnittlich 178.600 Euro. Die Tantieme beträgt im Durchschnitt 154.400 Euro und die Langfristvergütung 75.300 Euro. Hinzu kommen die Vergütung für die Tätigkeit in Ausschüssen in Höhe von 101.300 Euro und Sitzungsgelder von 11.300 Euro im Jahresdurchschnitt. Innerhalb des Aufsichtsrats wird in allen Unternehmen in mehreren Dimensionen nach Funktion und Leistungsumfang abgestuft. So erhält der Aufsichtsratsvorsitzende bei einem Drittel der DAX-Unternehmen das Doppelte der Vergütung eines ordentlichen Mitglieds, bei mehr als der Hälfte das zweieinhalb- oder dreifache. (ebu)

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