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China führt Einlagensicherung ein

02.04.2015 – Peking_Bankenviertel_hySeit 1993 befand sich die Einrichtung einer Einlagensicherung auf der Agenda der chinesischen Regierung. Am 31. März diesen Jahres hat der Ministerpräsident angekündigt, zum 1. Mai einzuführen. Damit ist China angeblich das 114. Land, das ein Sicherungssystem für Spareinlagen hat.

Die Sicherung deckt die Spareinlagen der Kunden bis zu 500.000 Yuan (umgerechnet rund 75.690 Euro) ab, wenn die Bank in schiefe Lage gerät. Nach den Angaben der chinesischen Zentralbank haben 99,7 Prozent der Bankkunden eine Spareinlage bis 500.000 Yuan.

Nach der Regierungsverordnung müssen alle Banken in China, einschließlich der dort ansässigen Niederlassungen der ausländischen Banken, dem Sicherungssystem beitreten. Nach Informationen aus Bankkreisen soll der Beitragssatz bei 0,05 Prozent liegen.

Der Staat preist die Einführung der Einlagensicherung als einen wichtigen Schritt in Sachen Kundenschutz. Tatsächlich wird dadurch der Konkurs einer Bank erleichtert. In der Vergangenheit ist allerdings noch keine chinesische Bank insolvent gegangen, da der Staat den in Schwierigkeit geratenen Banken immer finanziell unter die Arme gegriffen hat. Die Branche rechnet damit, dass die Banken im Zuge der Einlagensicherung mehr auf das Risikomanagement und die Solvabilitätsfrage achten werden. (hy)

Bild: Bankenviertel in Peking (Quelle: hy)

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