Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

BVK lehnt KID-Informationsblatt ab

25.11.2013 – bvk_logoDer Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) spricht sich dafür aus, dass nach dem Entwurf der Europäischen Kommission für das Kundeninformationsblatt (oder KID) das Produkt Lebensversicherung davon unberührt bleibt. Das KID soll grundsätzlich für Finanzanlageprodukte für Kleinanleger (PRIPs) gelten.

Neben dem KID soll es nach dem Willen des Europäischen Parlaments ein Beiblatt geben, das u.a. alle Kosten in Verbindung mit den Anlageprodukten ausweist, einschließlich der Provisionen und Honorare. Der BVK macht jetzt deutlich, dass das KID nur für Finanzanlageprodukte gilt. „Die Lebensversicherung fiele nicht darunter und wurde auch bislang in der Diskussion um PRIP-Produkte nicht erwähnt”, stellt der Verband klar. Es lasse sich weder über den vorliegenden Entwurf der Kommission noch über die Version des Europäischen Rats vom 24. Juni 2013 oder über die jetzt vorliegende Fassung für die Entscheidung im Europäischen Parlament auslegen, ob und wenn ja welche Lebensversicherungsprodukte in den Anwendungsbereich fallen.

BVK-Präsident Michael H. Heinz sagt, die Lebensversicherung sei „durch die Einbeziehung in das Kundeninformationsblatt durch die Hintertür als Finanzanlageprodukt definiert worden”. Als Versicherungsprodukt sei diese jedoch „systematisch richtig der IMD II zuzuordnen”. Jetzt solle die Entscheidung dort abgewartet und nicht über die Verordnung zum KID vorgenommen werden.

Die zwingende Offenlegung der Provisionen stellt nach Ansicht von Heinz keine Verbesserung für die Verbraucher dar. Diese seien durch das deutsche Vermittlerrecht schon hinreichend über die Kosten eines Lebensversicherungsvertrages informiert. „Der BVK will sich nun in Brüssel dafür einsetzen, dass die Lebensversicherung nicht den Finanzanlageprodukten zugerechnet wird”, sagt Heinz. Das Parlament habe lediglich in erster Sitzung über den Entwurf abgestimmt, berichtet der BVK. Die Gespräche zwischen dem Parlament, Ministerrat und der Europäischen Kommission sind erst für das Frühjahr 2014 angesetzt. Der Ministerrat wird erfahrungsgemäß noch Änderungen vornehmen. (vwh)

Autor:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten