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Bürger verfolgen Koalitionsverhandlungen mit Skepis

26.11.2013 – koalitionsverhandlung kleinDie Koalitionsverhandlungen zu den Themen Rentenversicherung und Altersversorgung sieht die Bevölkerung mit großer Zurückhaltung. Nur jeder siebte glaubt, dass die verschiedenen Vorschläge zur Mindestrente, Mütterrente oder Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente tatsächlich von der künftigen Bundesregierung umgesetzt werden. Das geht aus einer Umfrage des Kölner Marktforschungsunternehmens YouGov im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor.

Mehr als die Hälfte sagt, dass die Umsetzung dieser Vorhaben „unwahrscheinlich” sei. Die Mütterente wird nach Meinung der 1.072 befragten Bürger am ehesten eingeführt. 22 Prozent meinen, es sei „äußerst oder sehr wahrscheinlich”, dass diese in der kommenden Legislaturperiode umgesetzt wird. 52 Prozent halten die Besserstellung der Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, für wichtig.

Damit steht die Mütterrente hinter der Mindestrente in der Präferenz der Bürger auf dem zweiten Platz. Die Mindestrente halten 71 Prozent der Befragten für „äußerst oder sehr wichtig”. Jedoch rechnet mit 17 Prozent nur ein geringer Anteil damit, dass die Mindestrente kommen wird. Knapp die Hälfte meint, dass die Einführung einer Mindestrente „weniger wahrscheinlich” oder „unwahrscheinlich” sei.

Die Erhöhung der Fördergrenzen in der Riester-Rente, die auf der Beitragsbemessungsgrenze von 2001 beruhen, schätzt nur ein knappes Drittel als vordringlich ein. Und nur 13 Prozent rechnen mit einer Anpassung in absehbarer Zeit. Das Deutsche Institut für Altersversorgung zieht aus der Untersuchung das Fazit, dass die Bürger offenbar über „mehr Realitätssinn als die Politiker” verfügen. Alle für die gesetzliche Rentenversicherung diskutieren Projekte würden „zu Mehrausgaben von mehr als 30 Mrd. Euro führen”. Das könne nicht ohne Folgen auf die Beitragsentwicklung der Rentenversicherung bleiben. Obwohl sich die Bürger Verbesserungen wie eine Mindest- und Mütterente wünschen, sähen sie das ähnlich. (vwh)

Foto: Große Runde – kleines Karo. Die Bürger sind genervt vom Koalitionspoker in Berlin. (Quelle: vvw)

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