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Bundesbank: Es wird eng für Lebensversicherer

26.11.2015 – Buch_BundesbankDie Bundesbank befürchtet, dass die Lebensversicherer ihren Zinsversprechen nicht mehr nachkommen können. “Dauerhaft niedrige Zinsen würden die Risikotragfähigkeit vieler Versicherer in Frage stellen”, warnt Vizepräsidentin Claudia Buch. Sie beruft sich auf Szenarien, in denen die aktuelle Nettoverzinsung der Kapitalanlagen in zehn Jahren nicht mehr ausreicht um den durchschnittlichen Höchstrechnungszins im Bestand zu bedienen.

Demnach rechnet die Deutsche Bundesbank für 2025 mit Nettorenditen zwischen 0,71 und 2,4 Prozent. Demgegenüber prognostiziert der Finanzstabilitätsbericht einen Bedarf von 2,36 Prozent für den Höchstrechnungszins im Bestand.

Für die Versicherer besteht in einem fortbestehenden Niedrigzinsumfeld die Gefahr, dass ihre Erträge nicht mehr ausreichen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Das im August 2014 in Kraft getretene Lebensversicherungsreformgesetz vermindere zwar Mittelabflüsse aus den Unternehmen und stärke die Eigenkapitalausstattung der Versicherer, wie Claudia Buch erläuterte.

Nach Analysen der Bundesbank könne diese Entlastung den Effekt der weiter gesunkenen Zinsen nicht aufwiegen, die Unternehmen hätten aber noch Zeit für Anpassungen. Deshalb blieben die Lebensversicherer gefordert, ihre Risikotragfähigkeit weiter zu stärken. (vwh/ku)

Bild: Claudia Buch, Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank (Quelle: Frank Rumpenhorst / Bundesbank)

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