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Bundesarbeitsgericht erschwert Detektiv-Überwachung von Arbeitnehmern

20.02.2015 – justizia_thorben_wengert_pixelio.deArbeitgeber dürfen einen Mitarbeiter nicht auf bloßen Verdacht hin durch Detektive überwachen lassen. Diese dürfen nur dann zur Kontrolle eingesetzt werden, wenn ein konkreter Verdacht auf eine schwere Pflichtverletzung wie Vortäuschen einer Krankheit oder Diebstahl vorliegt, entschied das Bundesarbeitsgericht am gestrigen Donnerstag (Az.: 8 AZR 1007/13).

Hintergrund war die Krankmeldung einer Sekretärin. Ihr Arbeitgeber – ein kleiner Metallbetrieb in Münster – zweifelte jedoch an der Arbeitsunfähigkeit die Frau und ließ sie heimlich über mehrere Tage von einem Detektiv filmen. Die Sekretärin verklagte daraufhin das Unternehmen auf Schadensersatz.

Die Bundesarbeitsrichter gaben der Klägerin nun Recht und sprachen ihr ein Schmerzensgeld von 10.500 Euro zu. Demnach sei die Überwachung rechtswidrig gewesen, da sie nur auf Vermutungen beruhte. Besonders die heimlich gedrehten Videoaufnahmen seien unzulässig gewesen, womit der Frau auch ein Schmerzensgeld zustand. (vwh/td)

Weitere Fälle finden Sie in der aktuellen Ausgabe von VersR (6/15).

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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