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Brüsseler Kandidaten-Karussell

09.01.2014 – Im Vorfeld der Europawahl im Mai dieses Jahres dreht sich das Brüsseler Kandidaten-Karussell. Gesucht wird der Nachfolger von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Für die europäische Assekuranz ist der Führungswechsel von eminenter Bedeutung, wie VW-heute-Korrespondent Thomas A. Friedrich berichtet.

Die Liste der für die Finanz- und Versicherungswirtschaft ausstehenden Dossiers ist lang: Bankenunion, EU-Rechtsrahmen für Wertpapierhandel, Anlegerschutz für Fondsvermittler, die Vermittlerrichtlinie und last but not least die Solvency II-Dauerbaustelle. Doch in welche Richtung wird sich die EU nach der Wahl bewegen?

Nach den zwei Mandaten des konservativen Barroso sieht sich die gemäßigte Familie der Linken & Demokratischen Parteien am Zug. Allen voran der amtierende Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz. Unter der Führung des Rheinländers könnte die neu konstituierte EU verstärkt auf ein „soziales Europa“ setzen. Oder verschreibt sich die EU unter der Ägide des wirtschaftlich erfolgreichen skandinavischen Nordeuropas – hier hat der dänische EU-Währungskommissar Olli Rehn seinen Hut in den Ring geworfen – dem Leitmotto von Haushaltsdisziplin und Wettbewerbsfähigkeit. Das könnte aus traditioneller deutscher Stabilitätssicht wünschenswert erscheinen.

Für die Konservativen Europas stünde der noch amtierende EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier für eine Kandidatur bereit. Ebenfalls auf dem Kandidaten-Karussell findet sich der belgische Ex-Premierminister Guy Verhofstadt. Als (Geheim-)Favorit der Bundeskanzlerin Angela Merkel gilt der amtierende irische Premierminister Enda Kenny. Darüber hinaus sind der frühere luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker und seine Landsfrau und Christdemokratin Viviane Reding im Gespräch. (vwh)

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