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Braucht Europa ein einheitliches Europäisches Altersvorsorgeprodukt?

15.10.2013 – Diese Frage stellt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in seiner, vom Europabüro in Brüssel verfassten, Assekuranz Agenda. Darin mahnt der Verband die politischen Entscheidungsträger, Vorhaben, die viele Jahre vorbereitet und evaluiert worden sind, nicht spontan, “auf den letzten Metern mit Blick auf die Wählergunst” wieder zu verändern. Beim Thema Altersvorsorge z.B. würden unter dem Vorwand von Einfachheit und Transparenz standardisierte Sparprodukte fälschlicherweise zu Altersvorsorgeprodukten umdeklariert und das passgenaue Zusammenspielt der drei Säulen der Alterssicherung gefährden.

In seinem Beitrag für die Assekuranz Agenda kommt Autor Peter Schwark zu dem Ergebnis: Die nationalen Rentensysteme und deren sozialpolitische Traditionen sind höchst verschieden und damit auch der Sinn und zweck privater Altersvorsorge. Dass es in einzelnen Ländern unterschiedliche Produkte zur Vorsorge für den Ruhestand gibt und ihre steuerliche Lenkungswirkung entfalten soll, hat also seine Berechtigung. Ein Einheitsprodukt kann diesen Besonderheiten nicht Rechnung tragen. Bislang, so Schwark weiter, hat noch niemand den Nachweis erbracht, dass Produktvielfalt auf einen mangelhaften Binnenmarkt schließen lässt oder dass umgekehrt ein europaweit einheitliches Produktkorsett zu einer höheren Effizienz führt.

Link: GDV Positionen zur EU

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