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BKK geht gegen Korruption vor

08.04.2016 – Krankenhaus_NicoLeHe_pixelio500 Hinweisen auf fehlerhaftes Verhalten ist das Antikorruptionsteam der BKK im vergangenen Jahr nachgegangen. 191 Ermittlungs- bzw. Strafverfahren wurden 2015 eingeleitet. Mitunter mehrere 100.000 Euro haben Ärzte, Apotheken, Physiotherapeuten oder Pflegedienste, aber auch Versicherte bewusst falsch abgerechnet.

Zu den Fällen, die sich als Betrug herausstellten, gehört beispielsweise die Masche eines Pflegedienstes, wie die BKK mitteilt. Der Dienst manipulierte nicht nur die Pflegebedürftigen dahingehend, wie sie eine Pflegestufe erhalten, sondern er rechnete auch nie erbrachte Pflegeleistungen ab und fiel zudem durch Urkundenfälschung auf: Die meisten Mitarbeiter hatten nie eine Ausbildung zur Pflegefachkraft absolviert. Ein zweites Beispiel betrifft einen Mann, der bereits mehrfach wegen eines Betrugsmodells verurteilt worden war. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, nach der ersten Verurteilung wieder in großem Stil Hilfsmittel wie Einlagen, Bandagen und orthopädische Schuhanpassungen unter anderem mit der BKK VBU abzurechnen, die nie ein Versicherter erhielt.

Insgesamt entstand der BKK VBU durch die gemeldeten betrügerischen Manipulationen zwischen 1. Januar 2014 und 31. Dezember 2015 ein finanzieller Schaden von rund 690.000 Euro. “Davon konnten bislang zirka 250.000 Euro zurückgeholt werden”, berichtete die Antikorruptionsbeauftragte Sinjo Bärwald. Der Versicherer betont in diesem Zusammenhang denn auch den präventiven Charakter des Antikorruptionsteams. (vwh/ku)

Bild: NicoLeHe / pixelio.de

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