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Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen: “Ändert an realer Herausforderung nichts”

25.09.2015 – Bonhoff_ZurichHeute soll die EU-Mobilitätsrichtlinie durch den Bundesrat gehen. Es werden keine Einwände gegen den Gesetzesentwurf erwartet. Es stellt sich allerdings die Frage, welche Stellungnahme vom Bundesrat kommt, um die Folgen der Niedrigzinsphase in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zu mildern. Eine Änderung der Bilanzierung sieht Björn Bonhoff von der Deutschen Pensionsfonds AG kritisch.

Die Empfehlung des Wirtschaftsausschusses geht dahin, die Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen im Handels- und Steuerrecht anzupassen. Die aus der Niedrigzinsphase bewirkten Kostenbelastungen insbesondere für mittelständische Unternehmen seien inzwischen existenziell, schreibt der Wirtschaftsausschuss in der Beschlussempfehlung.

“Dabei darf man aber nie vergessen, dass hier nur ein Messinstrument verändert wird – an der realen Herausforderung der Finanzierung der Pensionsverpflichtungen ändert sich hierdurch nichts. Nur weil ein Quecksilberthermometer länger braucht, um die Körpertemperatur zu messen, ist die Temperatur dadurch nicht geringer”, sagte hierzu jüngst Björn Bonhoff, Vorstand Deutscher Pensionsfonds AG gegenüber lbav.de.

“Im Durchschnitt werden die Pensionsverpflichtungen um 50 Prozent innerhalb der nächsten vier bis sechs Jahre steigen, wenn das Zinsniveau auf jetzigem Niveau bleibt”, stellt er fest.

Im Rahmen der zur Umsetzung anstehenden EU-Mobilitäts-Richtlinie (siehe DOSSIER) hatten auch die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD einen entsprechenden Vorstoß gemacht. (vwh/ku)

Bild: Björn Bohnhoff, Vorstand Deutscher Pensionsfonds AG & Leiter betriebliche Altersversorgung bei Zurich Deutschland. (Quelle: Zurich)

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