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BGH-Urteil: Makler hatten Vorkehrungen getroffen

02.02.2016 – Produktinnovation_FotoliaVersicherungsmakler Aon Risk Solutions wie auch das Start-up Friendsurance hatten das BGH-Urteil zur Schadensregulierung antizipiert und entsprechende Vorkehrungen getroffen. Währen Sebastian Herfurth von Friendsurance das Urteil ausdrücklich begrüßt, wünscht sich Hartmuth Kremer-Jensen von Aon im Ergebnis vom BGH “Rechtssicherheit für alle Seiten.”

“Im Sinne des Kunden muss das Verhältnis zwischen Versicherer und Makler klar geregelt sein. Das gilt für alle Szenarien. Also sowohl für den Fall, dass der Makler einen Schaden reguliert, der beim Kunden entstanden ist, als auch für Fälle, in denen der Makler Schäden für den Kunden reguliert, die der Kunde verursacht hat”, erklärt Hartmuth Kremer-Jensen, Chief Broking Officer von Aon Risk Solutions Deutschland auf Anfrage von VWheute.

“Wir sind schon immer davon ausgegangen, dass eines Tages ein solches Urteil kommen wird und haben bereits vor fünf Jahren unser Unternehmen in Erwartung dieses Urteiles aufgestellt. Für unsere praktische Arbeit wird es daher keine Auswirkungen haben, da wir schon vor dem Urteil mit unserem Maklerunternehmen Alecto GmbH keine Schadensregulierungen vorgenommen haben”, stellt Friendsurance-Geschäftsführer und Mitgründer Sebastian Herfurth fest. “Um eine mögliche Interessenkollision zu vermeiden, übernimmt unser Schwesterunternehmen Megara GmbH, eine eingetragene Versicherungsvertreterin, die Regulierung von Schäden, die bei unserem Versicherungskonzept ‘Schadensfrei-Bonus’ aus dem Rückzahlungstopf beglichen werden.”

Auch bei Aon Risk Solutions hatte man das Thema auf dem Ticker und das Schadenmanagement bereits überarbeitet. Das habe man am Arbeitstitel “Claims for Value” festgemacht. Kremer-Jensen: “Wir schalten dafür bei Bedarf als Dienstleister ergänzend die Aon Versicherungsagentur ein, um einen bestimmten Schadenservice anzubieten. Wir sind damit nach eigener Einschätzung der Marktentwicklung voraus. Insofern erwarten wir, dass die Urteilsbegründung des BGH unsere Einschätzung zur richtigen Vorgehensweise bestätigen wird.”

Hier sieht auch Herfurth die zentralen Vorteile des Urteils: “Grundsätzlich begrüßen wir das Urteil sehr. Es ist ein guter Schritt, um Interessenkonflikte zu vermeiden.” (vwh/ku)

Bildquelle: Fotolia

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